Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Pünktlich zum Release der Xbox veröffentlichte Microsoft mit Amped ein simulationslastiges Snowboardspiel, welches bei der Käuferschar großen Anklang fand. Nun steht uns mit Amped 2 der Nachfolger ins Haus, welcher an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen soll. Ein großes Manko des ersten Teils war der enorm hohe Schwierigkeitsgrad. Dabei lässt sich allerdings auch gleich sagen, dass dieser nicht sehr herabgesetzt wurde. Lediglich die Punktgutschriften sind nun etwas kulanter, als sie es noch beim Vorgänger gewesen sind. So wird beispielsweise ein nicht ganz akkurater Sprung als unsaubere Landung bezeichnet, wofür es dementsprechend weniger Punkte auf das Konto des Spielers gibt.
Wer das erste Mal auf einem virtuellen Snowboard steht, kann im Freeride Modus die Bergabfahrten üben. Hierbei steht dem Spieler außerdem ein Trainer zur Seite, welcher mit guten Ratschlägen um sich wirft. Das Kernstück in Amped 2 ist allerdings der Karrieremodus. Hier hat man die Möglichkeit sich zuallererst ein eigenes Fahrerprofil zu erstellen. Dabei ist es möglich, das Aussehen seines Charakters zu verändern und ihn oder sie in fetzige Klamotten zu werfen. Wie in den meisten Spielen üblich könnt ihr auch hier die ersten Fähigkeitspunkte verteilen. Diese können wir auf Eigenschaften wie beispielsweise Big & Air, Olli oder Balance aufteilen. Hat man all diese Einstellungen vollzogen, kann es auch schon losgehen.
In Amped 2 ist es die Aufgabe, während seiner Abfahrt von einem der 10 Berge die Medienwelt und Sponsoren durch so viel Tricks wie möglich zu begeistern. Um diese richtig zu beeindrucken gilt es an bestimmten Stellen, wo eine kleine Kamera schwebt, waghalsige Tricks zu vollziehen. Anders bei den Sponsoren. Diese geben zu Beginn einer Abfahrt genau bekannt, welche Art von Tricks sie sehen wollen. Nur wer diese Angaben korrekt befolgt, kann bei den Sponsoren punkten.Neben den normalen Abfahrten, wo es darum geht so viele Begeisterungsstürme wie möglich auszulösen, gibt es noch die Events. Hierbei befinden sich sieben weitere Kontrahenten auf der Piste, welche alle als erstes im Tal ankommen wollen.
Amped 2 ist der dritte Titel von Microsofts XSN Sport- Serie. Wie bei allen anderen ist es hier möglich online gegen bis zu acht Kontrahenten anzutreten. Dabei stehen zwei verschiedene Spielmodi zur Verfügung. Zum einen der Just Ride Spielmodus, wo man mit acht Freunden den Berg hinunterheizen und dabei gemeinsam einen neuen Highscore aufstellen kann. Des Weiteren gibt es noch den Sessionmodus, welcher noch mal in die vier Kategorien Bester Trick, Highscore, King of the Mountain und Trickrennen unterteilt wurde.
Wer über keine Onlineanbinung verfügt, kann Amped 2 auch vor dem heimischen Fernseher gegen einen Freund spielen. Wer auf der nächsten Party mehrere Konsolen und Spiele auftreiben kann, hat außerdem die Möglichkeit über System Link mit bis zu acht Freunden anzutreten.
Besonders aus technischer Sicht ist Amped 2 sehr beeindruckend. Durch die enorme Weitsicht können auch Schanzen und Gebäude aus größter Entfernung wahrgenommen werden. Auch läuft das Spiel ohne nervige Slowdowns, was den Abfahrten die richtige Würze gibt. Leider tauchen allerdings abseits der Strecke ab und zu kleine Clippingfehler auf, welche aber nicht der Rede wert sind und den Spielspaß zu keinem Zeitpunkt trüben. Um stets einen optimalen Überblick zu behalten, ist es möglich die Kamera sich seinen Wünschen anzupassen. Dabei ist es möglich den Fahrer aus der Nähe zu steuern oder von weiter hinten. Hat man sich allerdings erst einmal an die Standarteinstellung gewöhnt, möchte man diese nicht mehr missen.
Auch von der soundtechnischen Seite gibt es nichts, was man den Entwicklern vorwerfen könnte. So haben sage und schreibe 300 verschiedene Soundtracks aus den Musikrichtungen Rock, Hip Hop, Electronica den Weg ins Spiel gefunden. Wem dies alles noch nicht genug ist, der kann außerdem seine eigenen Lieder von der Festplatte der Xbox in das Spiel laden. So dürfte es schon recht lang dauern, bevor man einen der vielen Songs zweimal hört.
Neben der grandiosen Musikkulisse wurden auch alle anderen Geräusche, wie zum Beispiel das Fallen vom Board oder die Zurufe einiger Fotografen am Pistenrand glaubwürdig dargestellt. Leider wiederholen sich ins besondere die Zurufe sehr oft, was ein wenig eintönig wirkt.
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