Gesamtwertung55%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Basketball in den USA ein kaum noch weg zu denkender Volkssport, bei uns eher ein Randsport. Alternativ zur feinen Hallenausgabe, mit seinen hoch dotierten Stars wie Dirk Nowitzki, Scotty Pippen oder Michael Jordan, steht der Hinterhofsport kurz: Streetball. Seitdem die Harlem Globetrotters ihn in den 1920er Jahren als erstes Team publik machten, bietet der Streetball eine beliebte Freizeitvariante, vor allem für Jugendliche und unentdeckte Talente. Black Ops Entertainment will nun auch hierzulande mit AND 1 auf der Xbox zeigen, dass Basketball nicht immer nur mit Superstars funktionieren muss.
Oberflächlich betrachtet, unterscheidet sich AND 1 nur marginal von anderen Basketballspielen. Das Herzstück ist die so genannte Mix Tape Tour, die eigentlich nichts anderes, als den Karrieremodus darstellt. Während der Tour führt ihr einen von euch erstellten Charakter durch Höhen und Tiefen der unterschiedlichen Spiele hin zur Herrschaft über die Straße.
Wenn ihr ein Spiel bestreitet, besteht euer Ziel allerdings nicht nur darin, zu gewinnen und die nötigen elf Punkte für einen Matchwin zu machen. Ihr müsst auch diverse Nebenaufgaben erfüllen, wie besonders spektakuläre Würfe, möglichst effektives Passspiel und vieles mehr. Leider verkommt die Mix Tape Tour dadurch zu einer künstlich in die Länge gezogenen Karriere, da ihr alle Aufgaben erfüllen müsst, um in einen neuen Bezirk vorzudringen. Die Spiele, welche ihr bestreitet, sind allesamt recht langweilig, da die KI nicht wirklich überzeugen kann. Zu oft kommt ihr mit den selben Zügen zum Korb oder werfen eure Teamkollegen einen sicher geglaubten Korb ins Aus oder am Netz vorbei. Mit dem gewonnenen Geld, welches ihr pro Spiel erhaltet, könnt ihr die Attribute eures Spielers aufwerten und zahlreiche neue Items kaufen. Alternativ gibt es zahlreiche kleinere Videos oder neue Moves zu erstehen.
Wer sich zum ersten Mal an ein Basketballspiel wagt, dem sei das eigentlich recht gelungene Tutorial empfohlen. Hier werdet ihr mit den grundlegenden Spielmechaniken vertraut gemacht und erhaltet einen Überblick, über die Steuerungsmöglichkeiten. Eine Besonderheit ist es dann doch, die AND 1 von der Konkurrenz in Sachen Steuerung abhebt: Die Tricks. Während sich nämlich die Mitbewerber meist mit einigen rudimentären Specialmoves begnügen, dreht in Sachen Trickplay AND 1 erst richtig auf. Dabei verlegt sich Black Ops Entertainment auf drei unterschiedliche Trick-Level. Die einfachen Tricks führt ihr ausschließlich mit dem rechten Analogstick aus. Kompliziertere Moves erhaltet ihr, wenn ihr beide Analogsticks in die entsprechenden Positionen bewegt.
Das non plus Ultra jedoch erreicht ihr erst, in einer geschickten Kombination aus beiden Sticks und rechter Schultertaste. Auf diese Weise bringt ihr vorausgesetzt ihr habt bis dahin noch keinen Knoten in den Fingern euren Gegner auch schon mal geschickt zu Fall oder findet doch noch einen Weg aus einer scheinbar zunächst aussichtslosen Spielsituation. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das Ganze dann leider nicht mehr so rosig aus. Schuld daran ist die Tatsache, dass eure Spieler an imaginären Kanten hängen bleiben, Pässe zu kurz oder viel zu lang gesetzt werden oder eure Mitspieler einfach blind in der Gegend rumstehen. Da wird so mancher gut geplanter Spielzug schon im Ansatz erstickt. Diesbezüglich beschleicht einen so manches Mal das Gefühl, als sei AND 1 ein Titel für Masochisten mit Spaß an uneffizientem Spielgeschehen.
Die Grafik, die AND 1 auf der alten Xbox entfaltet, ist das Highlight des ansonsten doch recht dürftigen Titels. Alle 130 Spieler sind individuell gestaltet worden, und unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch spielerisch voneinander. Streetball Legenden wie Skip-To-My-Lou, AO oder Der Professor erkennt man gleich auf den ersten Blick. Auch die Locations, wissen für Xbox-Verhältnisse durchweg zu gefallen. Die Courts und Hallen, sind sehr detailliert und liebevoll gestaltet. Die leichten Schluckauf-Anfälle rühren allerdings eher vom Gameplay denn von der Grafik her, da die Framerate konstant stabil läuft.
Dies lässt sich leider nicht über den Sound sagen. Die Kommentare des Court-Sprechers wechseln zwischen übertrieben komisch und einfach nur nervig. Ein Beispiel sind die andauernd falsch ausgesprochenen Spielernamen, für die er sich dann mit einem albernen Kommentar bei seinen Zuhörern entschuldigt, oder unsinnige Aussagen zum Spielgeschehen. Auch die Zurufe der einzelnen Spieler untereinander sind eher nervig als situationsbezogen. Anders sieht es da beim recht ansprechenden Soundtrack aus, der von DJ Green Lantern abgemixt worden ist. Im typischen RnB, Rap und Hip Hop Style fügt sich der Klangteppich ins Spiel ein.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
AND 1 Streetball im Test.
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