Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
In down schlüpft ihr in die Rolle des anscheinend vergangenheitslosen Kämpfers Derrick Cole. Dieser erwacht zu Beginn des Spiels in einer an Half-Life angelehnten Sequenz aus seinem Koma. Zu seinem Nachteil begrüßen ihn gleich ein paar schwer bewaffnete Jungs, welche statt Blumen Blei ans Krankenbett bringen. Glücklicherweise kommt euch eure Söldnerfreundin Alex zur Hilfe und erledigt kurzer Hand die Eindringlinge. Das Gespräch mit ihr offenbart, dass sie mehr über Cole und seine Vergangenheit weiß, als er selbst. Doch bevor sich euer Protagonist mit seiner Vergangenheit auseinander setzen darf, gilt es zunächst aus dem Labor- und Gebäudekomplex zu verschwinden, in den es euch verschlagen hat. An eurer Flucht wollen euch nicht nur Soldaten einer Spezialeinheit, sondern auch die mysteriösen TLan-Kriegern hindern. Folglich müsst ihr Gewalt anwenden, wenn ihr es lebend heraus schaffen wollt. Nach einem kurzen Tutorial werdet ihr auch schon in den Kampf geschickt.
##ul|Die Szenarios, bzw. die einzelnen Level, die ihr im Spiel zu meistern habt sind sehr linear gestaltet. Um einen Level abzuschließen, müsst ihr es meist nur lebend bis zum Ausgang des Abschnitts schaffen. Die Linearität setzt sich im Level-Design fort, So sind spezielle Ereignisse gescriptet. An bestimmten Schlüsselstellen konfrontiert euch das Spiel mit überraschenden Wendungen und neuen Aufgaben. Freies Flanieren durch die Level ist kaum möglich.
In Sachen Gameplay setzt der First-Person-Titel auf ein wirklich ausgeklügeltes Kampfsystem, welches in einer simplen Steuerung umgesetzt wurde. In den ersten Minuten erlernt ihr nämlich den wohl wichtigsten Kampfmodus des gesamten Spiels? den Nahkampf.
Derrick kann mit einfachen Tastenkombinationen verschiedene Tritt- und Schlagaktionen ausführen. Hierbei dienen die Analog-Sticks sowie die Schultertasten des Controllers als wichtiges Hilfsmittel. Eine kurze Kombination, wie zum Beispiel Schultertaste Rechts + Stick Richtung Rechts, ermöglicht es dem Gegner einen saftigen Kinnhaken zu verpassen. Anders als in den meisten Genre-Kollegen habt ihr also auch ohne Waffen passable Möglichkeiten zur Selbstverteidigung. Natürlich setzt Cole zu gegebener Zeit auch Waffen ein. So dienen die Pistole und das Maschinengewehr in verschiedenen Varianten als alternative Angriffs-Möglichkeiten. Diese können ausgeschalteten Gegner abgenommen werden. Leider sind die Waffen in Sachen Effektivität dem Nahkampf nicht ebenbürtig. Die Handfeuerwaffe fängt nach mehreren Schüssen wie eine Schrotflinte an zu streuen und man kann sein Ziel erst durch den Einsatz von mehr als zwei Magazinen eliminieren. Im Laufe des Spiels erhält Cole diverse übernatürliche Fähigkeiten, mit denen ihr zum Beispiel die vorerst unzerbrechlichen Schilde euer Gegner durchschlagen könnt, um somit schneller ans Ziel zu kommen. Nach dem Erlernen dieser ?Skills? werdet ihr euch schnell von den Schusswaffen abwenden, da viele Gegner gegen sie immun sind. Außerdem sind diese gegenüber den erlernten Faustfähigkeiten weniger effektiv.
Das Besondere an down ist wohl der ständige Ego-Modus, welcher sogar in den kurzen Zwischensequenzen beibehalten wird. So erlebt ihr sämtliche Geschehnisse aus dem Blickfeld des Protagonisten. Ihr werdet also nie euer Äußeres zu Gesicht bekommen. Die Einbindung und Identifikation des Spielers mit seiner Figur geht sogar noch einen Schritt weiter. Ihr spürt sogar am eigenen Leib, wie sich ein nicht ganz verdauter Hamburger in eurer Speiseröhre Richtung Mund bewegt.
Glücklicherweise stellt sich die Steuerung kein Problem dar. Die Entwickler nahmen sich ein Beispiel an Halo oder Rainbow Six 3, um die Belegung der Tasten so simpel wie möglich zu gestalten. Die Analog-Sticks dienen auch hier zur Blickführung und Bewegung eures Hauptdarstellers.
ul|Nach diesen Impressionen fragen sich die meisten Leser natürlich, wie die Optik des Spiels abschneidet. Leider kann sich diese nicht mit den Innovationen in Sachen Gameplay mithalten, da sie keinerlei Neuerungen oder Spezialeffekte bietet. Die Innenlevels wurden steril aufgesetzt, so wirkt jeder Raum wie der andere. Auch die Außenanlagen, die euer Charakter eher selten zu Gesicht bekommt, vermögen nicht zu begeistern. Ebenfalls negativ fällt das Flimmern auf. In Sachen Waffen wurde ein wenig zu lieblos gearbeitet. Der einzige Funken grafischer Hoffnung, steckt in den Sequenzen.
bschließend kann man nur noch dem Sound von ?down? ein Lob aussprechen, denn dieser ist wohl das einzig makellose Element des Spiels. Wie in den meisten Xbox Spielen werdet ihr auch hier wieder in den Genuss des wunderbaren In-Game Dolby Digital Sounds kommen.##
Alles in allem hätten die Entwickler, nach meinen Vorstellungen, mehr Zeit in das Spiel investieren sollen. So geht eine Menge Potential und Innovation verloren, denn down zeigt interessante Ansätze und macht durchaus Spaß.
Breakdown im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Namco?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.