Capcom Fighting Jam
Auch im Jahre 2005 lässt es sich Capcom nicht nehmen, seine 2D-Pixelhelden gegeneinander anzutreten. Für 30 Euro kann der Spieler Helden aus diversen alten Klassikern spielen oder bekämpfen. Doch kann ein Beatn up, welches derart viele Anleihen aus simplen 2D-Prügelspielen hat gegen die harte Konkurrenz bestehen? Wir verraten Euch mehr.
Wiedersehen mit alten Bekannten
Fighting Jam? Klingt neu, ist es aber nicht. Denn Fighting Jam ist gar nicht so neu, wie es den Anschein hat. Schließlich haben sich die Japaner darauf beschränkt, Charaktere und Schauplätze aus alten Street Fighter, Red Earth und Darkstalkers-Teilen in das Spiel zu integrieren. Es gibt insgesamt 20 Charaktere, die komplett aus den Originalspielen übernommen wurden. So ist es möglich, mit Ryu gegen Felicia zu kämpfen. Nach Neuerungen sucht man allerdings vergebens.
Leider ist auch der restliche Gesamtumfang mehr als mager. Neben den einzelnen Kämpfen, die auch gegen einen weiteren menschlichen Spieler möglich sind, gibt es lediglich den typischen Arcade-Modus. Abgesehen von den kurzen Dialogen zwischen den Kämpfen, darf man keine großen Kunststücke erwarten.
Eingeschränkter Spielspaß
Auf der spielerischen Seite bekommt der Käufer genau das, was er erwartet. Kunterbunte 2D-Duelle, die unkompliziert und schnell entschieden werden. Eben das, was auch auf dem SNES vor vielen Jahren schon geboten wurde. Das Ganze erklärt sich auch ganz leicht: Ihr wählt zwei Kämpfer aus, von denen jeder eine Runde beteiligt ist. Ziel des Ganzen ist es, dafür zu sorgen, dass der Energiebalken des Gegners verschwindet. Denn genau dann habt Ihr eine der beiden Runden gewonnen. Wer am Ende zwei Runden gewinnt, ist Sieger.
Was anfangs allerdings noch recht interessant ist, dass die Charaktere sich auch so spielen, wie im Original. So verfügen einige Charaktere über diverse Extrabalken, welche andere nicht haben. Neben den Standartangriffen, hat jeder Charakter natürlich auch seine Spezialattacken. Dazu muss gesagt werden, dass das Spiel recht ausgeglichen ist und keiner Charakter wirklich besser ist als der andere. Besonders anspruchsvoll ist Fighting Jam daher nicht.
Es fällt auch recht negativ auf, dass durch das Hämmern auf den Knöpfen viele Duelle entschieden werden. Im Großen und Ganzen ist es auch auf der spielerischen Seite einfach zu wenig, so dass wohl nur eingefleischte 2D-Fans dauerhaft Spaß an dem Titel haben würden.
Retro-Technik auf der PlayStation 2
Die Technik ist folglich auch der Zeit hinterher. Die Auflösung ist natürlich höher als auf dem SNES, riesige Sprünge sind allerdings nicht zu erkennen. Große, recht verpixelte Recken bewegen sich auf 2D-Hintergründen, die lediglich in ihrer Auflösung optimiert wurden. Es gibt genügend gute Beispiele, dass auch 2D-Grafik gut ausschauen kann, doch darum hat man sich bei Capcom wohl nicht den Kopf zerbrochen. Die Soundtracks sind ebenfalls nicht besonders berauschend, erfüllen zumindest ihren Zweck. Die Musik ist relativ hektisch, dass passt gut zum Spielverlauf. Das Gleiche gilt auch für die Soundeffekte.
Fazit
Eigentlich schätze ich die meisten Prügelspiele aus dem Hause Capcom sehr aber in meinen Augen rechtfertig Fighting Jam nicht mal den recht geringen Preis von ca. 30 Euro. Selbst aus dem eigenen Haus gibt es bessere 2D-Prügler. Einfach 20 Helden aus mehreren Titeln in ein Spiel zu klatschen ist ein wenig dürftig, für ein neues Spiel. Der Umfang ist darüber hinaus wirklich sehr mager, die simple Spielbarkeit ist sicher nicht was für jedermann und die Optik erinnert stark an die 16-Bit Zeiten. So werden wohl nur eingefleischte Fans der Helden oder eben Sammler Freude an dem Spiel finden. Der Rest findet auf dem Markt Dutzend bessere Prügelspiele.
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