Gesamtwertung43%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungMangelhaft |
Ganz im Gegensatz zu Tim Burtons gleichnamigen Film, der in manchen Kinos auch durchaus noch in der Spätvorstellung flimmert, richtet sich die Spielumsetzung von Charlie und die Schokoladenfabrik wohl doch ausschließlich an den sehr jungen PlayStation 2-, GameCube- und Xbox-Kunden. Gleich im ersten Kapitel, in dem man aktiv wird, ist erkennbar, dass der Titel nicht unbedingt zu den anspruchsvollsten Spielen gehört, die die Spieleindustrie hervorgebracht hat. Nachdem Charlie auf der Jagd nach einem zehn Dollar Schein ein wenig über eine verschneite Straße und durch verschneite Hinterhöfe springt, lanet der jugendliche wie verarmte Held auf einem Stücl Blech und schliddert einen einen abschüssigen Weg hinab. Mülltonnen und Willy Wonka Schokoladen-Lkws säumen dabei seinen glatten Weg. Ob man ihnen ausweicht oder sie frontal erwischt, spielt jedoch fast keine Rolle. Auch im späteren Spielverlauf kann Charlie nicht versterben, sondern muss höchstens den aktuellen Spielabschnitt von vorn beginnen.
Reiferen Spielern steigt dabei schnell die Schamesröte ins Gesicht. So besteht Charlie und die Schokoladenfabrik im Wesentlichen aus einer Aneinanderreihung von unzähligen Hüpfpassagen und Rätselaufgaben, die fast ausschließlich nur mit der Hilfe von Willy Wonkas kleinen, importierten und nur mit Kakao-Bohnen bezahlten Fabrikarbeitern zu erledigen sind.
Charlie und die Schokoladenfabrik (PS2) (10 Bilder)
Charlie und die Schokoladenfabrik (Xbox) (10 Bilder)
Trotzdem können theoretisch alle, in einem Level vorhandenen Lumpen gleichzeitig kommandiert werden. Oft ist es jedoch notwendig, dass die Lumpas zum Betrieb mehrerer Maschinen aufgeteilt werden müssen. Dann erst kann Charlie sich an des Rätsels Lösung wagen, hüpfend, rollend oder werfend irgendeine Aufgabe erledigen. Leider sind die gestellten Problemfälle meist sehr eintönig, langweilig oder wiederholen sich mehrfach. Um beispielsweise den deutschen Fettwanst Augustus Glubsch aus einem Rohr zu befreien, muss eine bestimmte und dank hakeliger und ungenauer Steuerung recht langwierige und nervende Aufgabe gleich viermal hintereinander erledigt werden. Da die Informationen, die Charlie erhält, stets recht dürftig sind, macht sich an vielen Stellen zunächst auch die große Unklarheit breit. Erst durch vielfaches Probieren wird das Problem klar und kann der Lösungsweg gefunden werden. Ob das den meisten Kindern, an die sich das Spiel richtet, gefällt, muss bezweifelt werden.
Immerhin: Gute Absichten sind erkennbar. Die weitläufigen und großen Räumlichkeiten sind entsprechend der Filmvorlage hübsch gestaltet. Ebenfalls zu gefallen weiß der musikalische Hintergrund des Titels, der außerdem durch die Original-Synchronstimmen zu punkten weiß. Die dargebotene Grafik, die in der Xbox-Fassung noch am besten aussieht, ist ebenfalls annehmbar, haut aber erwartungsgemäß niemanden mehr vom Stuhl. Den Vergleich zu anderen, kindlichen 3D-Jump & Runs muss die Optik allerdings nicht scheuen.
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Charlie und die Schokoladenfabrik im Test.
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