Gesamtwertung70%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Einmal mehr macht sich der böse Wissenschaftler Dr. Neo Cortex auf, seinem Erzfeind Crash Bandicoot endgültig den Garaus zu machen. Dieses Mal hat er sich die Unterstützung der vier Elemente geholt, um mit deren Hilfe einen übermächtigen Verbündeten mit dem Namen Crunch zu erschaffen.
Soviel zur altbekannten und wenig innovativen Story. Um die Pläne von Dr. Cortex zu durchkreuzen, machen sich unser sympathischer Antiheld Crash Bandicoot und dessen Schwester Coco auf den Weg durch insgesamt 30 unterschiedliche Levels. In 5 verschiedenen Gebieten der Oberwelt muss er zuerst je 5 Levels erfolgreich meistern, bevor er sich dem Endgegner des jeweiligen Gebietes stellen kann. Was die Levelgestaltung angeht, hat sich Entwickler Travellers Tales einiges einfallen lassen, denn das Spiel bietet nicht nur bekannte Jump & Run Sequenzen. In manchen Levels könnt ihr euch in verschiedene Fahrzeuge wie ein Flugzeug, eine riesige Plastikkugel oder einen überdimensionalen Roboter schwingen, so dass vom Leveldesign her für reichlich Abwechslung gesorgt ist.
Diese könnt ihr aber in manchen Situationen aber gut gebrauchen. Zwar hat das Spiel aufgrund einfachster Herausforderungen und mangelnder Komplexität einen mehr als einfachen Schwierigkeitsgrad, wird euch aber aufgrund technischer Probleme das ein oder andere Leben kosten. So könnt ihr zum Beispiel eure Kamera nicht justieren, was für einige Konfusionen in manchen Hüpfsequenzen sorgen wird. Man kann gelegentlich nur sehr schlecht den Abstand zur nächsten Plattform erkennen, so dass ein genaues Springen sehr schwer fällt. Crash hat außer in den Endgegnerkämpfen zudem keine Energieleiste, so dass euch ein falscher Sprung oder eine simple Berührung eines Gegners schon an den letzten Checkpoint zurück versetzt, was gelegentlich für Frust sorgt.
Trotzdem kann das Spiel einen sehr leichten Schwierigkeitsgrad vorweisen, so dass dieser Titel hauptsächlich Anfängern oder Kindern zu empfehlen wäre, wenn überhaupt. Zwar gaukelt euch das Spiel einen waschechten dreidimensionalen Look vor, vom Gameplay her bieten die Jump n Run Levels aber streng genommen nur altbekannte 2D-Kost. Denn ihr folgt in jedem Level eigentlich nur einer vorgegebenen Linie und habt keinerlei Möglichkeit, euch die hübsch anzusehenden Hintergründe zu begeben oder verschiedene Routen zu wählen, so dass Vergleiche mit Klassikern wie Super Mario 64 keineswegs gerechtfertigt wären. Hinzu kommt der doch unerwartet hohe Schwierigkeitsgrad bei den Bosskämpfen, denn bei denen wird man wieder das ein oder andere der gesammelten Leben lassen. Ein wenig mehr Balance hätte dem Spiel in dieser Hinsicht sichtlich gut getan.
Ähnliches gilt für den Sound des Spiels. Die diversen Melodien sind zwar in Ordnung, haben aber keinerlei Ohrwurm-Potential, so dass ihr auch am Ende eines Levels wohl nur noch selten an die Hintergrundmusik erinnern werdet. Außerdem haben die Entwickler Crash auf der XBox einen Sourround-Modus spendiert, welcher aber nur sehr mangelhaft umgesetzt wurde und von der Qualität her nicht an richtigen Surround-Sound herankommt. Auch die deutschen Synchronstimmen können leider nur wenig überzeugen, denn diese wirken kaum stimmungsvoll und sind außerdem noch sehr schlecht auf die Lippenbewegungen der Spielfiguren abgestimmt.
Crash Bandicoot: Der Zorn des Cortex im Test.
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