Gesamtwertung76%/10 |
GrafikBefriedigend SoundAusreichend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Atari und Human Head, die Macher des Vikinger-Actionspiels Rune, versuchen diese Lücke zu schließen. Zum Einsatz kommt wiederum die Unreal Engine in einer neueren, wenn auch nicht ganz taufrischen Version.
Dead Mans Hand sieht dank detaillierter Charaktermodelle, kräftigen Farben und aufwendig gestalteten Leveln gut aus, kommt aber sowohl in Sachen Texturqualität als auch bei den Grafikeffekten nicht an Referenztitel wie Far Cry heran. Weder dürfen wir dynamische Lichter, noch große Explosionen beobachten.
Vieles von der Schlichtheit liegt auch im Szenario begründet, das statt Raketenwerfer und Maschinengewehr eher gemächliche Schrotflinten, Pistolen und Gewehre in die Hand gibt übrigens immer nur drei pro Mission, damit unser Held nicht zu viel zu schleppen hat.
Wer doch mal etwas sprengen muss, der bedient sich freilich am Dynamit oder jagt eine der herumstehenden Sprengstofffässer in die Luft. Ein gezielter Schuss schaltet dann gleich ein halbes Dutzend Gegner aus, die, wie die meisten Gegenstände, der Havoc-Physik gehorchen.
Zusätzlich hat Dead Mans Hand das man in diesen Tagen am ehesten mit Painkiller vergleichen kann einige nette Ideen: Vor einer Mission dürft ihr um zusätzliche Munition pokern. Zudem sammelt ihr für jeden zielgenauen Abschuss eines Gegners oder Gegenstandes (z.B. Flaschen) Punkte, die Lebensenergie auffrischen und bestimmte Trickschüsse erlauben. Und anstatt nur zu Fuß durch die Level zu schreiten, ist man ab und an auch zu Pferd oder in einem Minenwagen unterwegs. Beide lassen sich natürlich nicht steuern, so dass diese Szenen zu reiner Ballerei verkommen. Ohnehin ist das Spiel sehr actionreich: Eine KI ist kaum vorhanden, die Level sind stark gescriptet und relativ linear. Im Endeffekt kämpft man sich von Deckung zu Deckung, zielt genau um Munition zu sparen und Punkte zu sammeln Wiederspielbarkeit der kurzen Kampagne ist kaum vorhanden.
Apropos: Die Storyline rund um den Rachefeldzug eines Gangmitglieds, das wegen einsetzenden Gewissens in der Wüste zurückgelassen wird, strotzt nur so vor Klischees, wird in stummfilmartigen Zwischensequenzen aber wenigstens stilvoll erzählt. All zu ernst nimmt sich das Spiel dabei allerdings nicht, was vor allem an den markigen, glücklicherweise nicht synchronisierten, Dialogen zu erkennen ist. Ein Mann muss tun, was er tun muss na dann!
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