Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Ein Spiel für zirka 30 Euro mit einem eher unbekannten Namen - kann das etwas Brauchbares sein? Ja, auf jeden Fall, denn Ataris Demon Stone ist ein pures Hack´n´Slay und orientiert sich dabei stark an Herr der Ringe: Die zwei Türme. Was das Spiel sonst noch so zu bieten hat, könnt ihr in unserem Test lesen.
In den meisten Spielsituationen könnt ihr beliebig per Steuerkreuz zwischen den drei Figuren wechseln und euch so ihre Stärken zu Nutze machen. Oft ist das auch dringend nötig, denn in manchen Bereichen ist viel Teamwork gefragt. In solchen Situationen räumt der Kämpfer zum Beispiel mit eiserner Faust einige Felsbrocken aus dem Weg, um kurz danach dem Hexenmeister zu danken, der einige Feinde mit magischen Explosionen in die Luft sprengt. Komboattacken füllen euer Heldenmeter, mit dessen Hilfe ihr weitere Spezialattacken auslösen könnt. Speziell in den Kämpfen gegen die Obermotze, welche in jedem Kapitel auf euch warten, sind diese eine willkommene Hilfe. Am Ende der einzelnen Levelabschnitte belohnt euch ein Speicherpunkt samt dazugehöriger Zwischensequenz. Diese In-Game-Sequenzen erzählen die tolle Geschichte um die drei Helden weiter.
Die Präsentation ist rundum gelungen. Die Entwickler haben die Engine von Herr der Ringe: Die zwei Türme noch mal ordentlich aufgepeppt, um euch herum fliegen Drachen, Katapulte attackieren euch aus dem Hintergrund, überall lodern Flammen der Verwüstung und wenn man mal gerade nicht zehn Trollen gleichzeitig zeigen muss, wer hier der Boss ist, nutzt man einfach selbst die herumstehenden Katapulte, um weit entfernte Gegner zu beschießen. Zwar merkt man, dass die Engine von der etwas schwächeren PlayStation 2 kommt und man auf der Xbox grafisch mehr hätte rausholen können, aber auch schon so weiß das Spiel zu gefallen. Die Musik hinkt dagegen ein wenig hinter der aus Herr der Ringe nach, die Fantasyklänge und die Kampfgeräusche um einen herum sind aber trotzdem im oberen Bereich anzusiedeln.
Die intuitive Steuerung ist schnell erlernt, dank vieler Hilfen im Spiel wird einem der Einstieg sehr einfach gemacht. Wer dann mehr erfahren möchte, kann sich in der Comboliste über neue Schläge informieren. Die Figuren lassen sich sehr leicht und direkt steuern, auch das Wechseln der Figuren bereitet keine Probleme und funktioniert perfekt. Trotz vielfältiger Aktionsmöglichkeiten ist die Tastenbelegung nicht überladen. Demon Stone kann in drei Schwierigkeitsstufen gespielt werden, wodurch sowohl Einsteiger als auch Profis eine passende Herausforderung finden. Die KI der Gegner ist allerdings wie gewohnt eher mager, aber das kennt man ja von Spielen aus diesem Genre. Schade ist außerdem noch, dass alles sehr linear abläuft, man wünscht sich nach einiger Zeit doch ein wenig mehr Freiraum in den Levels.
Ebenfalls störend ist der fehlende Mehrspielermodus, denn wenn man schon mit drei Charakteren spielen kann, dann wäre das doch perfekt dazu geeignet, um einen Freund eine der Figuren übernehmen zu lassen. Leider verringert das den Wiederspielwert ungemein, so dass nur wenige nach dem ersten Durchspielen das Spiel nochmals einlegen werden.