Gesamtwertung32%/10 |
GrafikMangelhaft SoundMangelhaft |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungUngenügend |
Wer hätte es gedacht? Eine Ewigkeit nach dem Erscheinen des Films bekommt Fight Club nun ein eigenes Videospiel. Der Film erfreute sich seinerzeit über sehr gute Kritiken. Wie gut das Spiel ist, verraten wir Euch in diesem Artikel.
Meinen Glauben hätte ich besser in der Kirche gelassen. Fight Club verunglimpft den Film und stellt ihn völlig falsch dar. Aber gut, fangen wir doch erstmal mit dem Storymodus an, dem Kernstück, des Spiels. Ihr erfahrt vom Fight Club und stattet den harten Jungs mal einen Besuch ab. In absolut sparsamer Präsentation werden die Regeln an Euch herangetragen und Ihr werdet in einen Kampf verwickelt.
Denn das Kämpfen ist derart simpel und schwammig, dass der Spielspaß nach spätestens 10 Minuten völlig verpufft. Trotz drei verschiedener Kampfstile fehlt in den Angriffen jede Abwechslung und irgendwie sehen auch alle Schläge und Tritte sehr identisch aus. Folglich muss man schon sehr viel Langeweile haben (oder eben ein armer Redakteur sein), um sich durch die vielen monotonen Kämpfe zu beißen. Besondere Spezialfertigkeiten gibt es nicht. Ihr könnt lediglich dem Verlierer noch eines seiner Glieder brechen. Alleine Letzteres lässt bezweifeln, dass die Entwickler wirklich den Film verstanden haben. Vielleicht ist aber über die vielen Jahre auch einiges in Vergessenheit geraten.
Der Verlauf des Spieles wird anschließend konsequent auf dem niedrigen Niveau fortgesetzt. Erkenntlich ist nun, dass sich das Spiel weniger mit der Biographie vom imaginären Tyler Durden beschäftigt. Viel mehr wird versucht, den Spieler durch Gewalt zu beeindrucken. Hat Euer Protagonist z.B. viel einstecken müssen, wird das Bild von Blut überlagert. Immerhin muss man positiv erwähnen, dass man für die gewonnenen Kämpfe Punkte bekommt, die Ihr auf Euren Charakter verteilen könnt. Somit steigert Ihr die Abwehr, Euren Angriff oder was immer bevorzugt wird. Spielspaß kommt dadurch leider aber auch nicht auf.
Die Präsentation kann leider auch nicht überzeugen. An vielen Stellen wird sichtbar, wie schlampig gearbeitet wurde. Zwar können die Areale sich sehen lassen und unter starkem Alkoholeinfluss gefallen auch die Kämpfer, aber die Animationen schaffen es sogar, Scherben noch kaputt zu kriegen. Vor fünf Jahren, entsprechend passend zum Filmrelease, wäre die Grafik vielleicht noch zeitgemäß gewesen, heute aber sicherlich nicht mehr.
Die Musik ist leider auch eher nervig als atmosphärisch und die Sprachausgabe mehr gewollt als gekonnt eingesetzt. Die sonstigen Geräusche sind auch eher belanglos.