Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Normalerweise sind viele Spieler sehr misstrauisch, wenn es um Spielumsetzungen zu großen Kinofilmen geht. So auch bei Fluch der Karibik, dem Nachfolger des legendären PC- Spiels Sea Dogs. Was das Spiel zu bieten hat und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, könnt ihr in unserem Bericht lesen.
Eines müssen wir gleich zu Beginn klarstellen: Fluch der Karibik (englischer Titel: Pirates of the Caribbean) hat nicht viel mit dem bekannten Kinofilm gemeinsam, so findet man im gleichnamigen Spiel leider keinen aus dem Film bekannten Charakter wieder. Letztendlich baut das Spiel jedoch auf den etwa drei Jahre alten Titel Sea Dogs auf, welcher bereits damals von Hersteller Akella entwickelt wurde.Eigentlich sollte das Spiel unter dem Namen Sea Dogs 2 erscheinen. Da allerdings Disney Interactive und Bethesda gemeinsam kooperierten und man ein passendes Spiel zu dem Kinohit Fluch der Karibik haben wollte, nannte man es kurzerhand um. Am Spiel selbst wurde allerdings dabei nichts verändert.
Zu Beginn des Spiels befindet Ihr euch auf einem Schiff, wo Ihr ein kleines Tutorial über die Funktionen über das Spiel erhaltet. Vielen wird auffallen, dass dabei Gespräche wie in klassischen Adventures im Multiple-Choice-Verfahren abgehalten werden. So habt Ihr jederzeit die Möglichkeit, das Geschehen zu kontrollieren. Da es sich bei Fluch der Karibik allerdings um kein reines Adventurespiel handelt, begegnen dem Spieler ab und an kleine Kampfeinlagen, welche vom Ablauf ein wenig an diese aus The Elder Scrolls 3: Morrowind erinnern.
Wem die Adventure- und Actioneinlagen noch nicht ausreichen, der kann außerdem sein Können im Handeln mit Waren unter Beweis stellen.
Sobald Ihr auf einer Insel gelandet seid, habt Ihr bei den verschiedenen Händlern die Möglichkeit, neue Ausrüstungen wie beispielsweise Säbel zu erwerben oder auch zu verkaufen. Wer jedoch der eher sparsame Typ ist, kann auch auf den abenteuerlichen Feldzügen den einen oder anderen Gegenstand von den ländlichen Bewohnern stehlen. Während des Spiels könnt Ihr euch dadurch entscheiden, ob Ihr eher den guten oder bösen Weg einschlagen wollt. Leider wird dadurch die Hauptstory nicht beeinträchtigt, lediglich ein paar kleinere Nebenaufgaben wie beispielsweise das Ausliefern von Waren an einen anderen Ort könnt Ihr dadurch erhalten.
Während fortlaufender Spielzeit entwickelt sich unser Charakter stets weiter. So können insgesamt zehn verschiedene Talente erlernt werden wie beispielsweise Nahkampf, Präzision, Reparatur oder Handeln. Je höher dabei die gesammelten Erfahrungspunkte sind, umso besser kennt Ihr euch in diesem Gebiet aus.
Um auch in den Schiffsschlachten nicht als Verlierer unterzugehen, könnt Ihr außerdem Punkte auf diverse Fertigkeiten wie zum Beispiel dem Verteidigungswert oder dem Nachladen der Kanone verteilen. Auch hier gilt, desto mehr Punkte eine Eigenschaft besitzt, umso effektiver ist sie ausgestattet.
Soundtechnisch ist Fluch der Karibik gut gelungen. Das Spiel wird mit einer passenden Hintergrundmusik begleitet, welche eine richtige Piratenatmosphäre aufkommen lässt. Einziges großes Manko ist jedoch, dass es fast keine Sprachausgabe im Spiel gibt, was bedeutet, dass so gut wie alle Gespräche mitgelesen werden müssen, um die Handlung zu verstehen.
Auch grafisch muss sich Fluch der Karibik nicht vor Spielen wie The Elder Scrolls 3: Morrowind verstecken. Die Umgebungen sind gut detailliert und abwechslungsreich gestaltet, so dass es auch schon eine Menge Spaß bereitet, einfach das Umfeld ein wenig zu erkunden. Besonders gut sind den Entwicklern die Wassereffekte gelungen, welche schon für Aufsehen sorgen können. Ein besonderer Leckerbissen im Spiel stellen allerdings ohne Zweifel die Schiffsschlachten dar, welche grafisch beeindruckend in Szene gesetzt sind.. Lediglich bei den Charakteren könnte man meinen, dass diese noch nicht sehr liebevoll gefertigt worden sind, denn diese wirken ein wenig kantig und trüben somit den gesamten grafischen Eindruck ein wenig.
Auch wenn das Spiel eine Menge Spaß bereitet, ist die Steuerung mehr als nur gewöhnungsbedürftig ausgefallen. So benötigt man schon ein ruhiges Händchen, um unseren Charakter einigermaßen gut steuern zu können. Mit dem linken Stick kann dieser in alle erdenklichen Richtungen navigiert werden, wobei man sich mit dem rechten Stick nach oben und unten umsehen kann. Außerdem können mit dem A- Button Angriffe gestartet werden, mit dem B- Button das Charaktermenü geöffnet oder aber mit X das Schwert gezogen werden. Befindet man sich allerdings auf dem Meer, können diese Steuerungsbefehle über den Haufen geschmissen werden, da jede Aktion hier wieder eine neue Belegung bekommt. Anfänger werden deshalb sicher erst ein wenig verschreckt, da es einiges an Zeit in Anspruch nimmt, bis man die Steuerung wirklich beherrscht.
Fluch der Karibik im Test.
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