Gesamtwertung81%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Der Name Tom Clancy bürgt nicht nur für Thriller mit militärischem und verschwörungstheoretischem Background, sondern hat sich auch in der Spieleszene als Qualitätssiegel durchgesetzt. Die Clancy-Games Splinter Cell, Rainbow Six und auch Ghost Recon haben auf vielerlei Systemen Fans gefunden. Letztgenannter Titel erhält dieser Tage die Fortsetzung, ob auch diese wieder überzeugen kann, lest ihr am besten selbst...
Das Jahr 2007, die Welt ist im Aufruhr. Die Ghosts sind eine Spezial-Einsatz-Truppe, die in den Krisenherden dieser Welt zuhause ist. Das vierköpfige Team soll mal wieder die politischen und ökonomischen Problemmacher ausschalten und den Frieden sichern, notfalls halt auch mit Waffengewalt.
Die USA haben eines ihrer Schiffe verloren, auf dem offenen Meer wurde es anscheinend versenkt, Nordkorea ist dabei das Ziel der Schuldzuweisung. Da man ja politisch korrekt ist und keinen offenen Krieg starten will, werden erst einmal die Ghosts vorgeschickt, die die Lage auskundschaften sollen.
Die Jungs heißen übrigens so, weil sie wie Geister agieren. Sie sind lautlos und unsichtbar, eigentlich existieren sie auch gar nicht. Im Falle einer Gefangennahme wird die Regierung jegliche Kenntnis leugnen, es darf sich keine Verbindung zu den sauberen Machthabern und Knöpfchendrückern herstellen lassen; kurzum: Ihr dürft mal wieder die Drecksarbeit erledigen.
So macht ihr euch Richtung Kriegszone auf, mit Waffen und Munition beladen. Ihr steuert dabei den Gruppenführer, der seinen Teamkameraden jederzeit Handzeichen gibt und sie dirigiert.
Per Knopfdruck lasst ihr eure Mannen vorpreschen, ruft sie zu eurer Stellung zurück oder erteilt den Befehl euch deckendes Feuer zu geben. Habt ihr mehrere Gegner nah beisammen aufgespürt, könnt ihr eure Gefolgsleute anweisen einen Granatenhagel auf den Pulk niedergehen zu lassen.
Etwaige Fliehende könnt ihr dann aus der sicheren Deckung heraus selbst aufs Korn nehmen. Die Deckungs-Variante ist hier übrigens überlebenswichtig. Kauert ihr hinter einem Felsen, so könnt ihr ein Stück hervorkommen und den Gegner anvisieren, ohne selbst allzu viel Schaden nehmen zu müssen.
Und die taktische, sichere Vorgehensweise ist dann auch der Weg zum Ziel, denn mit lautem TamTam und hitzig agierend, kommt ihr nicht weit, hier geht es darum sich clever den Weg nach und nach zu erschließen. Ghost Recon 2 ist dabei eine Ecke durchschaubarer und intuitiver geworden.
Die simplen Menüs bieten vereinfachte Bedienung im Gegensatz zum ersten Teil, und auch das Kommandieren des Teams geht leicht von der Hand, auch wenn der eine oder andere sich hin und wieder als schwerhörig herausstellt oder euren Befehlen aus nur ihm bekannten Gründen nicht folgen will. USB-Headset-Besitzer dürfen die Kommandos auch mittels des Atmosphäre steigernden Zubehörs erteilen.
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen solltet ihr immer beachten, die Gegner sind nämlich auch nicht gerade dämlich. So versuchen diese euch in die Zange zu nehmen, wenn sie euch entdecken, lauern beharrlich auf Fehler und versuchen euch in die Falle zu locken.
Gleich in der ersten Mission stoßt ihr auch auf alliierte Truppen, die ihr unterstützen müsst, dazu trennt ihr euch auch von eurer Crew, die eine Stellung sichert. Im Laufe des Spiels trefft ihr auch auf weitere Verbündete, die Kooperation zwischen den Staaten, die Terrorbekämpfung betreiben funktioniert also auch im Spiel recht gut.
Ghost Recon 2 bietet richtig gute PS2-Grafik, mit vielen Details, zerstörbaren Objekten und guter Weitsicht, da gibt es nur wenig zu meckern. Die Havoc 2-Engine leitet hier gute Dienste.
Auf der Soundseite sieht es dagegen sogar noch einen Deut besser aus, die Umgebungsgeräusche geben den nordkoreanischen Dschungel realistisch wieder, die Waffensounds können ebenso überzeugen und kommen knackig aus den Lautsprechern. Und auch an die deutschen Fans hat man gedacht und eine synchronisierte Fassung mit auf die Disc gepresst, die sich hören lassen kann.
Der neueste Clancy-Titel spielt sich flüssig und lässt sich gut steuern, eure Kameraden hören auf beinah alle eure Befehle und halten euch den Rücken frei, sie sind im Allgemeinen recht intelligent und selbstständig, der Einstieg fällt daher angenehm leicht.
Für Spieler, die des Singleplayer-Modus überdrüssig sind, bietet Ubisoft die Teilnahme am Onlinespiel an. Loggt euch ein, und zieht gemeinsam mit 15 weiteren Spielern in den Kampf.
Im Vergleich zu Socom und der hauseigenen Rainbow Six 3-Reihe schneidet Ghost Recon 2 zwar schlechter ab, für Freunde der internationalen Terror-Abwehr, die frisches Futter zu Weihnachten brauchen, ist der Titel aber ideal, zumal neben den 15 Missionen auch die Online-Funktionalität für weiteren Spielspaß sorgen sollte.
Ghost Recon 2 im Test.
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