Gesamtwertung55%/10 |
GrafikAusreichend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Godzilla lebt. Auch heute noch, fünfzig Jahre nach dem ersten Film, steht das verstrahlte Urvieh mit dem Atomatem besonders bei Japanern hoch im Kurs. Begeistert stürzen sie sich auf alles, was es an neuem Merchandise rund um MechaGodzilla 3, SpaceGodzilla und den diversen anderen Varianten gibt. Wir Europäer sind in dieser Hinsicht doch eher zurückhaltend, was vermutlich weniger an den trashigen Streifen an sich als vielmehr an den dutzenden von Umsetzungen für diverse Konsolen liegt, welche bestenfalls allesamt nur arg durchschnittliche Kost bieten. Wie es sich mit dem aktuellen Titel Godzilla - Save the Earth verhält, lest ihr in unserem Kurztest...
Sämtliche Ungetüme unterscheiden sich dabei durch verschiedene Werte für Angriff und Verteidigung und durch Specials wie 'Laseraugen', 'Nuklearwelle', 'Absoluter-Nullpunkt-Kanone', 'Mikro-Sauerstoffspray' und 'Blauer Atomatem'. Auch Moves mit so klangvollen Namen wie 'Kreissäge-Stoß', 'Tod von oben', 'Abstumpfender Wind', 'Schwanzspieß', 'Handklatsche' und 'Schwanzstecher aufwärts' kommen zum Einsatz. Nun sind die Namen der Schläge in den meisten Prügelspielen nicht sonderlich sinnvoll, leider spiegelt sich in diesen unfreiwillig komischen Bezeichnungen aber auch das gesamte Niveau der Kämpfe und der Präsentation des Spiels wider: Simples Button-Mashen reicht meist aus zum Sieg, auf Timing oder geschicktes Blocken kommt es nicht im mindesten an. Zwischen den Fights müsst ihr außerdem noch einige seltsame Bonus-Missionen bestehen. In diesen ballert ihr auf sirrende UFOs, werft Felsbrocken auf die vor dem örtlichen Hafen kreuzenden Schiffe oder macht unter Zeitdruck eine Stadt dem Erdboden gleich. Ist schon irgendwie seltsam, was so zur Rettung der Menschheit alles notwendig ist...
Grafischer 'Bauchklatscher'
Während die Animationen der Monster noch ganz passabel sind, langweilen vor allem die tristen Umgebungen. Sicher, in der Stadt geht bei den Kämpfen einiges zu Bruch, allerdings sind die Texturen der Häuser doch eher simpel gehalten und auch farblich reichlich öde anzuschauen. Lediglich einige Specialmoves sind augenfreundlich mit Lichteffekten inszeniert und bringen etwas Farbe und Abwechslung ins Bild. Was den Sound angeht, so machen die Biester genau die Geräusche, die man von verstrahlten Riesensauriern und mutierten Motten erwarten würde: Ihr Kreischen und Brüllen bestimmt die Soundkulisse, Musik gibt es nur sehr selten, sieht man mal von dem trötigen Tusch am Ende eines Kampfes ab.