Gesamtwertung55%/10 |
GrafikBefriedigend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Randale mit 'Schwanzwirbel'
Sie sind Godzilla: Sie zertrampeln ganze Städte und erschüttern die Welt in ihren Grundmauern. Doch Sie haben nur ein Ziel - die Rettung der Menschheit! So steht es jedenfalls in der Anleitung. Mal abgesehen davon, dass es offensichtlich nicht wirklich Sinn macht, die Menschen retten zu wollen und gleichzeitig ihre Häuser zu zertrampeln und ihre Atomkraftwerke in die Luft zu jagen, brauchen die 20 spielbaren Monster eigentlich auch keinen Grund, um sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Neben den unterschiedlichen Varianten von Godzilla warten noch Ungetüme wie Destroyah, Anguirus, Mecha-King Ghidora und Jet Jaguar darauf, von euch in die Schlacht geführt zu werden. Je nach Spielmodus kloppt ihr euch dann mit den restlichen Viechern, wobei Städte wie etwa Osaka als Arena herhalten müssen. Die tonnenschweren Kolosse beharken sich solange mit Tritten, Hieben und Würfen, bis einer von beiden auf dem Boden liegt und sich nicht mehr rührt. Die durch Siege eingestrichenen Kampfpunkte könnt ihr dann im Shop gegen neue Monsterchen, Grafiken aus der Gallerie und neue Schauplätze eintauschen.
Sämtliche Ungetüme unterscheiden sich dabei durch verschiedene Werte für Angriff und Verteidigung und durch Specials wie 'Laseraugen', 'Nuklearwelle', 'Absoluter-Nullpunkt-Kanone', 'Mikro-Sauerstoffspray' und 'Blauer Atomatem'. Auch Moves mit so klangvollen Namen wie 'Kreissäge-Stoß', 'Tod von oben', 'Abstumpfender Wind', 'Schwanzspieß', 'Handklatsche' und 'Schwanzstecher aufwärts' kommen zum Einsatz. Nun sind die Namen der Schläge in den meisten Prügelspielen nicht sonderlich sinnvoll, leider spiegelt sich in diesen unfreiwillig komischen Bezeichnungen aber auch das gesamte Niveau der Kämpfe und der Präsentation des Spiels wider: Simples Button-Mashen reicht meist aus zum Sieg, auf Timing oder geschicktes Blocken kommt es nicht im mindesten an. Zwischen den Fights müsst ihr außerdem noch einige seltsame Bonus-Missionen bestehen.
In diesen ballert ihr auf sirrende UFOs, werft Felsbrocken auf die vor dem örtlichen Hafen kreuzenden Schiffe oder macht unter Zeitdruck eine Stadt dem Erdboden gleich. Ist schon irgendwie seltsam, was so zur Rettung der Menschheit alles notwendig ist...
Grafischer 'Bauchklatscher'
Während die Animationen der Monster noch ganz passabel sind, langweilen vor allem die tristen Umgebungen. Sicher, in der Stadt geht bei den Kämpfen einiges zu Bruch, allerdings sind die Texturen der Häuser doch eher simpel gehalten und auch farblich reichlich öde anzuschauen. Lediglich einige Specialmoves sind augenfreundlich mit Lichteffekten inszeniert und bringen etwas Farbe und Abwechslung ins Bild. Was den Sound angeht, so machen die Biester genau die Geräusche, die man von verstrahlten Riesensauriern und mutierten Motten erwarten würde: Ihr Kreischen und Brüllen bestimmt die Soundkulisse, Musik gibt es nur sehr selten, sieht man mal von dem trötigen Tusch am Ende eines Kampfes ab.
Godzilla - Save the Earth im Test.
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