Gesamtwertung90%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Grand Theft Auto III
Beim etwa zwei Jahre alten GTA III schlüpft ihr in der fiktiven Stadt Liberty City in die Haut eines namenlosen Kleinkriminellen, welcher sich bis an die Spitze der Gangsterhierarchie hocharbeiten will. So beginnt ihr eure Karriere mit kleinen Botengängen und anderen Handlangeraufträgen, bis ihr die Aufmerksamkeit hochrangiger Gangsterbosse erlangt und für sie Aufgaben wie Mordanschläge oder Drogenlieferungen übernehmt.
Für eine erfolgreiche Mission werdet ihr finanziell reichlich entlohnt, wodurch ihr euer Bankkonto beträchtlich erhöhen könnt. Doch gibt es dazu auch genügend legale Möglichkeiten: So könnt ihr freiwillig in die Rolle der Feuerwehr oder eines Polizisten schlüpfen, um die Bevölkerung gegen Bares zu beschützen. Aber auch andere Nebentätigkeiten ergeben sich abseits des Hauptstrangs der Handlung, so sind in der immens großen Stadt Aufgaben wie Wettrennen und telefonische Aufträge verstreut, die ihr neben der eigentlichen Story je nach Lust und Laune absolvieren könnt.
Dass auch ein aufstrebender Gangster es nicht leicht in einer Metropole wie Liberty City hat, beweist das ständige Auge des Gesetzes. Verhaltet ihr euch im Straßenverkehr zu rüpelhaft oder lasst ihr euch bei einer kriminellen Machenschaft von der Polizei entdecken, steigt euer Fandungslevel schnell an. Attackiert ihr einen Rechtshüter mit einer der vielen Waffen, schaltet sich sogar das FBI und das Militär ein und versucht mit allen Mitteln, euch zu stoppen und ins Gefängnis zu zerren. Hat es einen trotzdem einmal erwischt, ist die Story deshalb noch lange nicht zu Ende nach einer kurzen Unterbrechung werdet ihr wieder auf freien Fuß gesetzt, eure erworbenen Waffen musstet ihr bei der Polizei zuvor natürlich abgeben.
Was GTA III zu einem absoluten Megaseller und dem wohl prägendsten Titel der letzten Jahre machte, ist die Größe und die authentische Darstellung von Liberty City und deren Geschehnisse. Durch die daraus resultierende Freiheit, in der Millionenstadt nach eigener Laune aktiv sein zu können und nicht zwingend an eine linearen Storyablauf gebunden zu sein, erhält das Wort Handlungsfreiheit eine ganz neue Bedeutung. Reichlich Subquests, ein enormer Spielumfang sowie die realistische Präsentation von Tageszeiten und Wettereffekten sorgen dafür, dass man sich wie in die Rolle eines wahren Verbrechers versetzt fühlt und dadurch ein intensives Spielgefühl erlebt.
Grand Theft Auto: Vice City
Der Nachfolger zu GTA III erschien etwa ein Jahr später und konnte den enormen Erfolg des Vorgängers durch eine Verknüpfung von bekanntem Spielgeschehen mit frischen Handlungsort wiederholen.
Dieses Mal schlüpft ihr in die Rolle von Tommy Vercetti, der sich in den 80er Jahren in einer sonnigen Stadt à la Miami wieder findet und sich ebenfalls in der Karriereleiter nach oben arbeiten will. Spielerisch hat sich in GTA: Vice City wenig getan, allerdings sorgen reichlich kleinere Neuigkeiten auch weiterhin für ausreichend Abwechslung. So könnt ihr euch in der Welt der Reichen und Schönen nun auch mittels Motorrad auf die Piste begeben, mit dem ihr zu später Stunde auch waghalsige Stunts in einem Stadion ausführen könnt. Während Nebenaufgaben nun Aufträge wie Pizzaauslieferungen und kleinere Überfalle beinhalten, müssen manche Hauptmissionen nun auch innerhalb von Gebäuden absolvieren werden, was bei GTA III noch nicht möglich war.
Damit kriminell Aktivitäten nach wie vor flott von der Hand gehen, haben die Entwickler von Rockstar über 40 neue schlagkräftige Waffen in das Spiel integriert. Andere kleine Boni wie die Option, sich eigene Anwesen kaufen zu können, halten den Spielspass auch nach Stunden auf beträchtlichem Niveau.
Großer Pluspunkt von GTA: Vice City ist das stimmige 80er Jahre Feeling, zu dem auch der beeindruckende Soundtrack beiträgt: Über acht Stunden lizenzierte Klassiker besagter Epoche wecken zugleich Erinnerungen und sorgen für einen spielerisch überzeugenden Zeitsprung von 20 Jahren.
Die technischen Veränderungen
Glücklicherweise hat sich Publisher Take 2 die Zeit genommen, mittels der Portierungsexperten von Rockstar Wien eine ordentliche technische Anpassung für die Xbox auf die Beine zu stellen. Zwar lässt sich das Alter der nicht mehr ganz aktuellen Grafikengine nicht verleugnen, durch zahlreiche technische Optimierungen erhält man aber trotzdem einen stimmigen Gesamteindruck.
So wurde unter anderem die Weitsicht in der Städten erhöht und die nicht wirklich flüssige Bildrate der PS2-Urahnen nachgebessert, auch wenn die Framerate nach wie vor gelegentlich ins Stocken gerät. Dezent detailliertere Texturen und nette Effekte wie Spiegelungen auf den Autos oder verbesserte Explosionsdarstellungen fallen ebenso auf wie die glücklicherweise gesenkten Ladezeiten und die Option, eigene Soundtracks via Xbox-Festplatte in das Spiel einbinden zu können.
Beide Spiele wurden übrigens komplett auf die Erfordernisse der strengen deutschen Prüfstellen angepasst, Amokläufe und Bluteffekte gehören somit endgültig der Vergangenheit an, auch der altbekannte PS2-Trick zum Umgehen der Restriktionen funktioniert nicht mehr. Dafür wurde nach NTSC-Release noch mal an einigen Stellen nachgebessert, Fehlfunktionen und Abstürze wie in der US-Version sind uns bisher noch nicht untergekommen.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
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