Gesamtwertung90%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
HALO wird demnächst viele PC Spieler begeistern. Nun kommt der Ego-Shooter auf Xbox zum Einsatz. Kann der Cyborg-Soldat sich auch bei uns durchsetzen? Dies und eine Menge mehr erfahrt ihr hier...
Geniale Geschichte...
Microsoft hat mit der Xbox eine tolle Konsole auf den Markt gebracht und liefert mit HALO ein weiteren Spielehammer. Schon die ersten Demos und Videos überzeugten sofort und erinnerten an ein ähnlich erfolgreichen Ego-Shooter für das N64 Perfect Dark. Doch wie gut ist der hyperreale Titel wirklich? Kann Microsoft auch mich überzeugen? Es ist das Jahr 2552. Die Überbevölkerung auf der Erde nimmt von Tag zu Tag zu und es bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als andere Welten zu kolonialisieren. Mittlerweile ist auch das Reisen mit Lichtgeschwindigkeit möglich. So wurden schon viele Menschen auf andere Planeten in verschiedenen Sonnensysteme ausgeliefert und führen dort ein schönes und zurückgehaltenes Leben.
Das Planet Reach, eine interstellare Werft, ist hierfür mehr als nur verantwortlich. Denn neben tausenden von Zivilisten und Schiffen befinden sich auch die Kriegsschiffe der sogenannten UNSC auf dem Riesendampfer. Zudem ist Reach ein Zentrum für wissenschaftliche Experimente und ist auch nicht allzu groß von der Erde entfernt.
Vor 32 Jahren verlor die Crew den Kontakt zur äußeren Kolonie namens Harvest. Sie sollte neue Planeten erforschen und sicher stellen, damit die Menschheit wieder einen neuen Planeten hat, um der Überbevölkerung auf der Erde ein Ende zu machen. Doch nur ein einziges Schiff kam von dem Trip zur Reach wieder zurück. Es war derart beschädigt, dass schnell bewusst war, dass Außerirdische auf dem Planeten leben. Für die Menschheit war es der erste Kontakt mit einer außerirdischen Macht. Wie die Wissenschaftler herausfanden, handelt es sich hierbei um unterschiedliche Rassen, die jedoch das gleiche religiöse Denken besitzen und sich deshalb zusammenschlossen.
Diese außerirdische Intelligenz erklärte der Menschheit den heiligen Krieg. Nach monatelanger Schlacht verlor die Menschheit immer mehr Kolonien und die UNSC Soldaten starben tagtäglich. Doch in der Stunde der Verzweiflung startete Admiral Preston Cole das sogenannte Cole-Protokoll. Demnach darf kein Schiff der UNSC die Daten der Erde verraten. Wenn ein Schiff zum Rückzug gezwungen wird, müssen alle zur Erde führenden Vektoren unmittelbar vermieden werden. Auf der Reach werden dagegen Militärwaffen produziert und verfeinert. Ein neues Projekt zur Entwicklung von Cyborg-Soldaten ist in der Mache. Erste Tests gegen die Allianz waren erfolgreich. Jedoch waren es bis zu diesem Zeitpunkt viel zu wenige dieser Supersoldaten. Das Ziel der Soldaten war, auf ein Schiff der Außerirdischen zu gelangen, um so den Heimatplaneten der Kreaturen ausfindig machen zu können.
Doch plötzlich griff die Allianz Reach an und nach einem langen Kampf verlor die Menschheit ihr sicherster Kontrollpunkt. Sämtliche Wissenschaftler, Soldaten und Ärzte sterben. Nur ein Rettungsschiff namens Pillar of Autumm entkommt. In diesem Flugzeug ist der letzte und einzigste Spartan II Soldat, der aus dem Geheimprojekt der UNSC entstanden ist...
Der Spieler setzt sich in die Rolle des letzten Cyborg-Soldaten. Angekommen auf einem Planeten macht ihr euch auf die Suche nach Lebenden und arbeitet mit der Computertechnologie Cortana zusammen. Dabei stehen euch Unmengen von Kreaturen im Weg. Angefangen bei den, etwas lächerlich wirkenden Drohnen müsst ihr euch gegen riesige Eliten und Jäger durchsetzen. Eine tolle Idee ist auch der Kampfanzug, der euch vor bösen Überraschungen bewahrt. So lädt er sich immer wieder auf, ohne dass ihr dabei an Energie verliert. Trotz dieser starken Erfindung muss der Spieler auf die Energie des Schutzes Acht geben. HALO ist zwar ein Launchtitel, kann jedoch schon jetzt mehr als nur gut überzeugen. Die Texturen wirken ungemein sauber und klar dargestellt und auch die Framerate macht kein schlechten Eindruck. Ein Ruckeln ist nicht zu erkennen und auch sonstige negative Eigenschaften habe ich nicht entdecken können. Einzig und allein die ab und an unrealistische Umgebung ist zu kritisieren. Was einem Redakteur auffällt, der intensiv nach Fehlern sucht (ist ja auch unsere Aufgabe), ist, dass es im Eis Spiegelungen von Bergen gibt, die in der Umgebung jedoch nicht vorhanden sind. Was mich persönlich störte, war die Ähnlichkeit zur PC Grafik. So wirken die Charaktere oft zu abgehackt und konsolenfremd. Ein Charakterdesign wie bei Konami´s Metal Gear Solid 2 wirkte auf mich um einiges attraktiver.
Der Sound setzt jedoch absoluten Maßstab und ist keinem Klassiker wie Silent Hill oder Red Faction unterlegen. In manchen Abschnitten wirkt er sogar revolutionär! Die Meinungen über Microsofts Controller gehen in die unterschiedlichsten Richtungen. Viele Stimmen gibt es, die sagen, er wäre zu groß oder die Buttonbesetzung wäre zu einseitig und umständlich. Ich persönlich, mit einer normalen Männerhand, empfinde den Microsoft-Pad als gelungen. Die Analogsticks sind gut platziert und lassen ein koordiniertes Bewegen zu. Auch die Handhabung ist meiner Ansicht nach gut.
Die Steuerung bei HALO ist deutlich angenehmer als bei Red Faction auf PlayStation 2. So macht es mir erstmals richtig Spass, auf einer Konsole einen Ego-Shooter zu spielen. Einzig und allein die Handhabung des Geländewagens macht anfangs sehr, wirklich sehr zu schaffen...
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