Gesamtwertung65%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Schon viele, viele Jahrhunderte bevor die Ossis die Grenze stürmten, hatten mutige und kampferprobte Männer jede Menge Ärger mit den Sachsen und ihren Verbündeten. So auch Feldherr Artorius, der als sagenumwobener König Arthur in die Geschichts- und Märchenbücher einging.Passend zur Geschichte erschien im Sommer letzten Jahres der Film King Arthur. Und passend zum Film erschien nun das Spiel...
Die Bandbreite der spielbaren Figuren entspricht dabei natürlich ganz den Hauptrollen: Arthur, Lancelot, Tristan, Bors und die schöne, auf der Leinwand von Keira Knightley verkörperte Guinevere sind aus dem Film bekannt und dürfen in die Schlacht geführt werden.
Die Spielabschnitte von 'King Arthur' werden dabei nie von einem Helden alleine, sondern immer zu zweit durchkämpft. So dürft ihr zu Beginn eines Levels zwischen zwei Spielfiguren wählen. Im normalen Singleplayermodus wird der unterstützende Charakter dann von der KI übernommen.
Darüber hinaus bietet 'King Arthur' aber auch einen Co-op-Modus, bei dem ihr in trauter Zweisamkeit gegen die in großer Anzahl heranstürmenden Gegner vorgehen könnt.
Da die KI eurer digitalen Weggefährten nicht sonderlich toll und die Rüstung eurer zahlreichen Gegner dafür umso stärker ist, bietet es sich sowieso an, das Spiel nur zu zweit zu bestreiten.
Da der Schwierigkeitsgrad trotz des eher banalen Rumgehackes recht hoch angesiedelt ist und immer erst nach dem erfolgreichem Abschluss eines Levels gespeichert werden kann, wird das Spiel ansonsten recht früh frustrierend.
Die Vorbereitungszeit eines Schlages ist - und das wird wohl keinen überraschen - je nach Stärke der Attacke unterschiedlich lang. Wer im Umgang mit dem Controller recht zügig ist und binnen kürzester Zeit zahlreiche Gegner tötet, darf sich von Zeit zu Zeit auch an Special Moves und Schlagkraftmultiplikatoren erfreuen.
Mehr oder weniger bemerkenswert ist, dass jeder der fünf spielbaren Charaktere sowohl über ein Schwert, als auch über Pfeil und Bogen verfügt. Im Hinblick auf die Tatsache, dass dem Spieler fünf Helden mit jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten versprochen werden, ist das meiner Meinung nach ein kapitaler Fehler. Günstiger wäre es gewesen, jeweils einen Schwertkämpfer und einen Bogenschützen in die Schlacht zu schicken.
In der Praxis stellt sich schnell heraus, dass die Fast Attack für fast jeden Gegner völlig ausreichend ist. Wer mit Ausdauer und Engelsgeduld auf immer den gleichen Knopf hämmert, wird also noch relativ flink durch die insgesamt 20 Level kommen und nähert sich mit großen Schritten dem Gamer-Kultstatus Nintendo-Däumling * .
Wurden genügend Punkte gesammelt, dürfen diese in Upgrades in den Bereichen Stärke, Verteidigung, Geschwindigkeit, Nahkampf und Bogenschütze investiert werden. Obwohl angeblich jede der spielbaren Figuren ihre Eigenheiten und Stärken haben soll, werden alle gleichzeitig aufgestuft. Auch hier offenbart sich leider wieder, dass zwischen den ihnen kein wirklicher Unterschied auszumachen ist. Es ist daher im Prinzip egal, mit welchem der fünf Helden ihr in den Level zieht.
Recht gut gelungen ist dagegen die Präsentation der Story. Dabei wurden Filmausschnitte gekonnt mit Ingame-Szenen kombiniert. Der Übergang vom Zelluloid in die Spielgrafik ist dabei fließend und schön animiert.
Da dies bei Filmumsetzungen leider längst nicht zum Standard gehört, verdient sich das Spiel hiermit einen seiner wenigen Pluspunkte. Einen weiteren erhält es für die schöne Soundkulisse, die im Gegensatz zum Rest des Spiels durchaus beeindrucken kann.
Optisch liegt der Titel dafür wieder im Mittelmaß. Das ständig wiederkehrende Leveldesign gibt der Grafikengine aber auch kaum Gelegenheit, irgendwelche Stärken auszuspielen. Die Wälder der gemäßigten Klimazone sind in unseren Breitengraden ja allgemein bekannt.
Als ebenfalls recht nervtötend stellt sich die reichlich hakelige Steuerung eures Alter Egos dar. Auch dürfte die Kombination aus wilder Tastenhämmerei und der stetigen Wumbelrumbel-Vibration des Controllers eher zur Lähmung als zum Levelabschluss führen. Gott sei Dank kann die Joypad-Vibration aber im Optionsmenü deaktiviert werden.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
King Arthur im Test.
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