Gesamtwertung67%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Weiberheld
Der hübscheste ist Larry nicht: Großer Kopf, große Nase, nicht gerade ein Brad Pitt. Trotzdem ist es eure Aufgabe, im Zuge der Datingshow Swingles, über 15 hübsche Damen ins Bett zu kriegen.
Anfangs geht es um ein Mädchen vom Lande, im Verlaufe des Spieles kommen unter anderem eine Lehrerin, eine russische Spionin und auch eine Cheerleaderin hinzu. Das Problem an der ganzen Sache: Zwar hält Larry sich für besonders hübsch, der Rest der Welt ist da jedoch ganz anderer Meinung. Damit die Frau der Begierde willig wird, bedarf es also einiges an Überzeugungsarbeit.
Neben viel Charme waren grandiose Rätsel ein Markenzeichen der Vorgänger. Damit ist leider nun im aktuellen Teil der Reihe Schluss. Das Einzige wonach gesucht werden muss, sind eventuelle neue Klamotten, damit ihr mit manchen Personen überhaupt ins Gespräch kommt.
Das wars, nicht mehr und auch nicht weniger. Der Rest besteht aus sich ständig wiederholenden Minigames.
Habt ihr eure Traumfrau angesprochen, gilt es erstmal ein vernünftiges Gespräch zu Stande zu kriegen. Während dieses Gespräches müssen mit einem Spermium grüne Symbole eingesammelt und rote Symbole vermieden werden. Je nach Geschick schleimt sich Larry ein oder labert wirres Zeug, rülpst oder furzt.
Damit nicht genug, schließlich lässt sich ein Mädel nicht mit einem simplen Gespräch ins Bett bekommen. Im Folgenden müssen Tanzspiele, Reaktionsspiele etc. bestanden werden. Diese wiederholen sich jedoch stets und beginnen nach geraumer Zeit gehörig zu nerven.
Etwas Abwechslung bringen Minigames die nicht zum Standardrepertoir des Balzverhaltens eines jungen Larry gehören. So kommt es vor, dass Flugzettel verteilt oder Affen gefüttert werden müssen. Bevor es nun zum finalen Showdown mit dem ausgewählten Mädel kommt, müssen erst einmal alle Hemmungen abgelegt werden.
Und wie geht das am besten? Richtig, mit jeder Menge Alkohol, der beim wohl witzigsten Minigame Quatern zu sich genommen wird. Ziel ist es hierbei eine Münze in ein, in der Mitte des Tisches positioniertes, Glas zu werfen. Klingt einfach, nicht aber wenn man bedenkt, dass die Münze vorher einmal auf dem Tisch aufkommen muss.
Gelingt dies, muss die gegenübersitzende Dame einen trinken. Wer als erster voll ist hat verloren. Klar, dass dies immer eure Saufpartnerin sein sollte.
Irgendwann ist es endlich soweit und ihr erlebt in einer Zwischensequenz den Geschlechtsakt zwischen Larry und seiner Angebeteten.
Witzigerweise läuft natürlich nicht alles rund, und das ein oder andere Malheur hindert euch doch am Vollzug. Da das ganze Prozedere bei jeder Dame wiederholt werden muss, kann von Abwechslung und Langzeitmotivation leider keine Rede sein.
Selbstvertrauen ist alles!
Damit sich Larry selbstsicher und gewand an die holde Weiblichkeit ranmacht, ist ein hohes Maß an Selbstvertrauen von Nöten. Dieses steigt mit gewonnen Minigames und mit dem Konsum von alkoholischen Getränken. Doch Vorsicht: Im Rausch seht ihr alles nur noch verschwommen, fangt an zu torkeln und auch die Reaktionszeit in Minigames wird beeinflusst. Um von eurem Trip wieder runterzukommen, könnt ihr entweder massig Kaffee trinken oder einfach in eine beliebige Ecke pinkeln.Bei niedrigem Selbstbewusstsein trottet Larry mit gesenktem Gesicht über den Campus, ist die Leiste jedoch auf Anschlag, hüpft der Schwerenöter frech den Weg entlang. Neben Selbstvertrauen spielen auch das liebe Geld, sowie versteckte Marken eine Rolle.
Das Geld braucht ihr um euch Klamotten sowie Hilfen bei Minigames zu kaufen. Wer außerdem mehr über das aktuelle Mädel wissen, oder unbedingt die Anzahl der gelassenen Furze in Erfahrung bringen möchte, findet sämtliche Antworten im Hauptmenü, wo auch neu erworbene Kleidungsstücke flink gewechselt werden können. Für versteckte Marken gibt es bei Dealern allerlei Bonusmaterial wie 3D-Modelle der Schönheiten oder neue Ladebildschirme zu ergattern.
Zum Glück hat Comedian Oliver Pocher den kleinen Larry Lovage sehr passend und ambitioniert vertont, ansonsten wäre die deutsch Fassung auch als unterirdisch zu bezeichnen.
Gut, es wurde probiert alles einzudeutschen, da ist von Wolfgang Petry, Guildo Horn und auch vom Aldi die Rede. Die Vertonung der Nebencharaktere ist aber vollkommen daneben: So brüllt beispielsweise Vereinsloch Luba vollkommen stillos Sachen wie bearbeite mein Rechteck, du Schlampe. Es hört sich nicht nur grauenvoll an, sondern ist auch noch dermaßen unpassend, so dass man am liebsten nur noch Larry reden hören möchte.
Etwas besser sieht dagegen die Grafik auf der Wilhelm Ständer-Universität samt ihrer zahlreichen Locations aus. Leider etwas zu eckig, passt diese dank ihrer zahlreichen Details und quietschbunten Farben perfekt zum neusten Larry Abenteuer. Hier wurde der Comiclook gut in die dreidimensionale Welt übernommen.
Leisure Suit Larry: Magna Cum Laude im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von High Voltage Software?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.