Gesamtwertung74%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Schon vor einiger Zeit wurden Rennspielfans auf der Playstation 2 mit Lotus Challenge beglückt. Nun steht auch die Verkaufsversion für die Xbox im Händlerregal, die wir für euch gleich auf Herz und Nieren geprüft haben. Wie diese sich geschlagen hat und was sie alles bietet, könnt Ihr in unserem Review lesen.
Echte Herausforderung?
Bereits eine Vielzahl von Rennspiele beschränkte sich auf nur eine Automarke. Nachdem Mercedes mit World Racing Anfang des Jahres in den Genuss seines eigenen Spiels kam, erschien nun auf der Xbox Lotus Challenge, in dem die britische Edelschmiede Lotus ihren Namen für das Spiel hergibt. Nach dem Starten des Spieles ist es zu Beginn die Aufgabe des Spielers, sich ein eigenes Fahrerprofil anzulegen. Dadurch werden individuelle Spieleinstellungen für das jeweilige Profil gespeichert und müssen somit nicht ständig umgeändert werden. Ist diese erste kleine Hürde geschafft, findet man sich auch in einem recht einfach gehaltenen Hauptmenü wieder. Da es dabei nur die Möglichkeit gibt, in den Optionen verschiedene Einstellungen wie den Sound oder die Spielanzeige zu verändern, entscheiden wir uns spontan, ein 1 Spieler Spiel zu starten. Daraufhin erscheint auch bereits das nächste Menü, in dem wir uns entscheiden müssen, was wir für ein Rennen spielen möchten. Dabei steht ein Herausforderungsrennen, eine Meisterschaft, ein Einzelrennen und eine Collection zur Verfügung. Die Collection ist eine Art Sammlung, bei der Ihr Zugriff auf alle Fahrzeuge und Strecken habt, die Ihr im Spiel bereits freigespielt habt. Im Meisterschaftsmodus gibt es sieben verschiedene Rennklassen, welche von Classic bis hin zu Super reichen.
Zu Beginn habt Ihr allerdings pro Rennklasse nur zwei Fahrzeuge zur Auswahl, den Rest müsst Ihr euch durch Rennerfolge freischalten. Der Hauptkern des Spiels ist allerdings der Challenge Modus. Hier schlüpft Ihr in die Rolle von Joe oder Zack. Von einem dieser Fahrer übernehmt Ihr nun die Karriere selbst in die Hand. Am Anfang der Karriere ist es noch eure Aufgabe, in verschiedenen Wettrennen den ersten Platz für sein Team zu holen, was auf die Dauer allerdings ziemlich eintönig werden würde. Deshalb wird das Spielgeschehen mit einigen netten Aufgaben aufgelockert. Beispielsweise besteht für euch unter anderem auch die Aufgabe, für eine Werbeagentur einen beeindruckenden Stunt hinzulegen. Im Challenge Modus wurden dabei die einzelnen Aufgaben und Rennen der jeweiligen Rennklasse angepasst. Insgesamt habt Ihr die Möglichkeit, aus 7 Rennklassen zu wählen, wo euch außerdem 38 Fahrzeugmodelle wie zum Beispiel der Lotus Cortina oder aber auch der legendäre Lotus Esprit angeboten werden.
Im Einzelspielrennen kann der Spieler zudem auf die Schnelle in einem einzelnen Event sein Können unter Beweis stellen. Wer gerne einem Freund seine Fahrkünste unter Beweis stellen möchte, kann dies im Multiplayermodus machen. Hierbei hat man die Wahl zwischen allen im Hauptspiel verfügbaren Strecken und Autos.
Leider befindet sich aber kein weiterer Computergegner mit im Rennen, was den Fahrspaß leider ziemlich drosselt. Ebenfalls schade ist, dass auf eine Xbox Live Unterstützung verzichtet wurde. Die Grafik von Lotus Challenge ist leider nicht als sehr zeitgemäß einzustufen, wenn man Spiele wie Racing Evolution oder World Racing dem Spiel gegenüberstellt.
Die Streckengrafik ist zwar sehr hübsch anzusehen, wirkt allerdings genau wie die Umgebungsgrafik nicht sehr detailliert. Ein wenig Bewegung am Streckenrand oder aber Flugobjekte am Himmel hätten dies sicher ein wenig beleben können. Allerdings läuft das Spiel dadurch stets flüssig und ohne Ruckler. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennspielen bietet Lotus Challenge ein Schadensmodell auf, welches in 3 Stufen eingestellt werden kann.
Die erste Möglichkeit besteht darin, es vollkommen zu deaktivieren und somit unantastbar zu sein. Wer es realistischer möchte, kann die zweite Stufe wählen, allerdings sind hierbei die Schäden nur äußerlich sichtbar und wirken sich nicht wie in der dritten Stufe auf das Fahrverhalten aus. Leider ist der Sound des Spiels eher mager ausgefallen. Das Spielgeschehen wird während eines Rennens mit Musik von Hybrid aufgelockert.
Allerdings wird dies auf die Dauer ein wenig eintönig, da die Titel sich nach kurzer Zeit alle wiederholen. Leider wurde dabei auf die Möglichkeit, eigene Songs von der Festplatte der Xbox in das Spiel zu integrieren, verzichtet. Im Gegensatz dazu klingen die Motoren der Rennmaschinen sehr authentisch und bringen auch ordentliches Rennfeeling auf den heimischen Bildschirm herüber. Da sich die Fahrzeuge ziemlich simulationslastig steuern lassen, wird eine Menge Übung benötigt. Die Boliden fahren sich wie ihre Vorbilder und brechen schon bei der kleinsten Übersteuerung aus, nur wer rechtzeitig entgegensteuert, kann sich vor einer Schlitterpartie schützen. Sollte ein Crash mit der Bande nicht mehr zu verhindern sein, wirkt sich dieses auch auf das Fahrverhalten aus, je nach eingestelltem Schadensmodell. Schon allein die kleinste Delle am Fahrzeug kann dazu führen, dass sich das Lenkverhalten verschlechtert.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Lotus Challenge im Test.
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