Mario Sunshine
Die Zeit, für ein neues Super Mario ist endlich gekommen und dringend notwendig, da die Highlights auf dem GameCube noch immer knapp bemessen sind. Auf dem Nintendo Ultra 64 konnte der kleine Klempner für eine Menge Furore sorgen. Nicht nur die 3D Grafik, sondern auch das gesamte Gameplay konnten absolut überzeugen. Super Mario war bis dato immer ein Launchtitel. Erstmals seit Veröffentlichung einer Nintendo-Konsole, mussten die Fans auf ihren geliebten Helden verzichten. Auch Luigi Mansion war keine richtige Alternative. Die lange Wartezeit auf den ersten Mario-Titel, der auf dem Nintendo GameCube spielbar ist, ist vorbei und wir hoffen, dass sich die harte und nervenraubende Zeit gelohnt hat...
Ich brauche Urlaub!
Nach den vielen Abenteuern, die Mario und Co. schon hinter sich hatten, benötigt der übergewichtige Klempner unbedingt eine Pause. Er entschließt sich, in das weitentfernte Isla Delfino, ein sonnendurchflutetes Inselparadies, zu reisen. Zusammen mit Prinzessin Peach, dem kleinen Toadsworth, ein treuer Diener der Königsfamilie, macht sich Mario auf den Weg zur Insel. Bei ihrer Ankunft müssen sie jedoch feststellen, dass die friedliche und phantasievoll gestaltete Landschaft mit einem bunten Schleim bedeckt ist. Die Inselbewohner, knuddelige Artgenossen mit dem Namen Palma klagen Mario an, er hätte das Geschmiere begangen, da die Täterbeschreibung auf Mario zu hundert Prozent zu trifft. Als Strafe hierfür muss Mario die gesamte Landschaft putzen und säubern.
Nun macht sich Mario Gedanken, wie er das nur anstellen soll. Er kann ja nicht die gesamte Insel mit einem nassen Tuch sauber machen, oder? Keine Bange! Ein kleiner Roboter mit dem Namen Dreckweg 08/17, die neuste Erfindung der Gidd GmbH, steht Mario zur Verfügung. Diese Maschine ist auf Marios Rücken platziert und spritzt Wasser, unterstützt ihn bei der Gegnerbeseitigung, coolen Sprungattacken oder auch kniffliger Rätsel. Das Ziel des Spiels ist das Einsammeln der Insignien der Sonne, kleine Sterne, die oberhalb ihres Gesichts drei runde Kugeln besitzen, um die Energie für die kleine Insel Isla Delfino wieder herzustellen. Zusätzlich muss der Spieler das Geheimnis eines komischen Zeichens, das immer wieder an Wänden und sonstigen flachen Gegenstände aufgemalt ist, lösen, um die Schmierereien zu beseitigen.
Lauf Mario...lauf...
Im Laufe der Geschichte trifft Mario auf seinen Freund Yoshi und weiteren Charakteren. Sein Begleiter und er müssen dabei viele Jump´n Run Einlagen bewältigen, Rätsel lösen oder einfach nur das Geschmiere beseitigen. Um dabei nicht in Energienöten zu kommen, sollte der Spieler die goldenen, in der Luft kreisenden Münzen einsammeln, die die Lebensenergie von Mario wieder auffüllen. Eine durchaus sehr überlegte und für den Spieler optimale Lösung ist das Abspeichern. So kann man immer das laufende Spiel sichern, wenn es möglich ist, es zu pausieren. Dass heißt, der Spieler drückt kurz auf Pause und speichert dann, über einen passenden Button, ab.
Wie schon in den Mario-Teilen zuvor, hat der Spieler eine große Auswahl an verschiedenen Sprungvarianten und Angriffsmöglichkeiten. Zu den bisher bekannten Aktionen kommen nun natürlich noch die neuen Spritz-Moves oder Düsenattacken, die Mario mit seinem Dreckweg 08/17 vollführen kann, hinzu. Betätigt der Spieler den R-Button, so sprüht die Maschine einen langen Wasserstrahl. Mit dem X-Button wechselt man in die Düsenoptik, in der Mario, durch Wasserdruck, für kurze Zeit schweben kann. Die Steuerung wurde an den Nintendo-Controller optimal angepasst, wobei es bei manchen kritischen Situationen schon mal passieren kann, dass der Spieler Mario nicht ganz unter Kontrolle hat und somit in entscheidenden Momenten wichtige Zeit oder gar Leben verliert. Nichtsdestotrotz ist die Steuerung ein absoluter Pluspunkt und setzt in diesem Genre neue Maßstäbe.
Die Sonne scheint...
Natürlich waren wir alle auf die grafische Leistung des Jump´n Runs gespannt. Nintendo hat uns mit Mario Sunshine nicht enttäuscht. So ist beispielsweise das Wasser exzellent dargestellt. Realistische Wellen sowie der Wasserboden sind zu erkennen. Auch die Insel wurde dem Mario-Stil gerecht designed und wirkt selbst mit vielen bunten Farben sehr fröhlich und beruhigend. Mario und Co. genießen die Rechenpower des GameCubes und können sich somit an schöne Charaktergrafiken erfreuen. Noch nie wurde Mario so detailliert und stechend scharf dargestellt, wie in diesem Spiel. Die Wassereffekte, die entstehen, sobald Mario mit seiner Ghostbuster-ähnlichen Spritzpistole schießt, sehen ebenfalls sehr gelungen aus. Empfehlenswert ist auch der Sound, der dem ganzen Spielgeschehen den letzten Feinschliff verpasst. Alles in allem hat Nintendo ein grafisch und technisch tolles Produkt auf den Markt gebracht, dass unseren Erwartungen gerecht wurde.
Fazit
Für Mario-Fans ist Mario Sunshine sicherlich eines der großen Highlights in diesem Jahr. Noch nie wurde Mario besser in Szene gesetzt und auch spielerisch hat Mastermind Miyamoto viele neue Akzente gesetzt. Negativ ist jedoch die schleichende Langeweile, die im Laufe der Geschichte aufkommt. Ach, schon wieder so ein farbiger Schleim zum säubern... solche ähnlichen Sätze wurden innerhalb unserer Redaktion immer wieder gesagt. Und es stimmt, hier und da sind es einfach immer die gleichen Aktionen, die Mario ausführen muss. Trotz dieser Kritik, ist die Story anfangs sehr innovativ und setzt auch im späteren Verlauf immer wieder neue Akzente. Die Handhabung mit Dreckweg 08/17 wurde perfekt gelöst und somit wurden dem Star-Charakter noch mehr Aktionen geschenkt. Erfreulich ist auch, dass der Spieler Yoshi auffindet, der in vielen Passagen hilfreich ist. Somit ist Mario Sunshine die neue Referenz in Sachen Jump´n Runs auf dem GameCube und erhält hierfür auch einen Justgamers Award herzlichen Glückwunsch!
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