Gesamtwertung76%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Mit Men of Valor kommt dieser Tage ein Ego-Shooter auf den Markt, der den Krieg in Vietnam als Schauplatz hat. Wo bisher meist zertrümmerte Städte und verwüstete Landstriche das Geschehen in Weltkriegs-Shootern prägten, setzt Men of Valor auf das eher exotische Setting des vietnamesischen Dschungel. Der Test zum Spiel verrät euch, ob sich das Ganze lohnt oder nicht.
Die Story des Spiels beginnt in einem Camp der US-Truppen mit einem kleinen Footballspiel unter Kameraden. Dieses idyllische Beisammensein endet aber relativ rasch durch einen Angriff der Feindtruppen auf das Camp. Kurz darauf findet ihr euch auf dem Dach eines Transportpanzers wieder, um die Übeltäter ausfindig zu machen. Auf dem Weg durchquert ihr ein Feld, auf dem ihr von Bauern aufgehalten werdet, was sich sehr schnell als Hinterhalt des Feindes herausstellt. Aus diesem Hinterhalt resultiert ein Schusswechsel zwischen euch und dem Vietcong.
Häufig passiert es, dass ihr durch einen tödlichen Kopfschuss niedergestreckt werdet, ohne die Position des Gegners erkannt zu haben, dieser ist nämlich äußerst geschickt, wenn es ums Tarnen und Täuschen geht. Das gebotene Gameplay ist leider alles andere als revolutionär und bietet uns die typischen Einbahnstraßenmaps, in denen es nur einen richtigen Weg gibt; alternative Routen werdet ihr nicht vorfinden, der Spielverlauf ist also gewissermaßen vorgegeben. So pirscht ihr durch den Wald, immer auf der Hut, denn auf dem Weg durchs unwegsame Gelände lauern euch die Feinde auf, springen aus den Büschen und versuchen euch zu töten.
Das suchen nach dem sicheren Weg durch das Feindesland endet nicht selten im stupiden Trial & Error, denn vorauszusehen wo die Feinde und Fallen sitzen, ist ebenso wenig möglich wie vorsichtiges Vorgehen zum Erfolg führt. Man muss schon herausfinden was das Spiel nun von einem will, um es unverletzt zu überstehen.
Nach und nach verschwindet der rote Bereich wieder und der Soldat ist wieder voll einsatzfähig. Dieses System sollte man sich sehr gut einprägen, denn schon im niedrigsten Schwierigkeitsgrad müssen selbst erfahrene Shooter-Fans oft davon gebrauch machen, um die Aufgaben erfolgreich zu meistern. Die gegnerischen Truppen sind in der dichten Vegetation extrem schwer zu sehen und verursachen somit oft Frust beim Spielen.
Um sich zu heilen brauchen sie nur gelegentlich eine kurze Auszeit um gleich danach wieder voll im Geschehen mitzuwirken. Das Verhalten der computergesteuerten Kameraden ist zu bemängeln, denn es kommt sehr häufig vor, dass sie euch im Weg stehen oder dass sie nicht auf vor ihnen stehende Gegner feuern. Spieler dürfen sich heutzutage schon mehr von einer KI erwarten als das, was uns Men of Valor bietet.
Auch wenn der Titel Schwächen hat, in Sachen Grafik kann nichts bemängelt werden. Der Dschungel sieht toll aus, die Texturen wirken echt und detailliert. Effekte wie Mündungsfeuer oder Explosionen sind toll anzuschauen. Eindrucksvoll ist auch das Flimmern der Luft über Feuer. Die Charaktere sind ebenfalls sehr detailliert. So sind beispielsweise selbst Adern auf dem Handrücken erkennbar. Des Weiteren sind ihre Bewegungsabläufe sehr realistisch und wirken einfach rund.
Passend dazu ist der Sound. Die Waffengeräusche sind gut gelungen, die Sprache fehlerfrei synchronisiert. Die eigenen Leute führen Gespräche und erteilen Befehle, auch verwundete Soldaten werden mit Durchhalteparolen bearbeitet.
Damit wird die gute Atmosphäre von Men of Valor unterstrichen. Die Spielfigur kann rennen, gebückt laufen, kriechen - was er allerdings nicht kann, ist springen. Dafür kann er aus der Hocke oder aus dem Liegen heraus hinter der Deckung hervorschauen; drückt dazu die Taste für Links- bzw. Rechtslaufen. Etwas Übung verlangt der Umgang mit dem Granatwerfer. Hier muss man den richtigen Winkel treffen, damit das Geschoss entsprechend weit fliegt. Dafür darf man das schon im Trainingsparcours trainieren.
Zur Auswahl stehen euch unterschiedliche Spielertypen, vom gemeinen Soldaten, über den MG-Schützen bis hin zur so genannten und mit jeder Menge Sprengstoff ausgerüsteten Tunnelratte darf frei gewählt werden. An Spielmodi kommt Men of Valor mit dem Standardpaket daher.
Mit dabei sind unter anderem Deathmatch, Team-Deathmatch, Search & Destroy und komplette Multiplayer Missionen. Die zur Auswahl stehenden Maps sind sehr abwechslungsreich und beschränken sich nicht nur auf den Dschungel.
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