Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Das Gegenstück zur Formel 1 ist, auf Motorräder bezogen, die Moto GP Serie. Seit gut einem Jahr bietet uns THQ die Möglichkeit rasante Motorradrennen, in dieser Rennserie, auf der Xbox zu erleben. Da der Nachfolger bereits in den Startlöchern steht, wurde das Spiel nun drastisch im Preis reduziert. Ob jetzt auch Sparfüchse zugreifen sollten, könnt Ihr in unserem Review nachlesen.
Verbranntes Gummi...
Max Biaggi, Sete Gibernau oder Valentino Rossi das sind die Stars des Motorradrennsports. Dank Moto GP könnt Ihr diesen Rennlegenden nun Konkurrenz machen und sie in mehreren Spielmodi fordern. Zu diesen gehören das Fahren einer vollen Saison, das absolvieren von Einzelrennen, ein Zeitfahren oder das bewältigen von Trainingseinheiten. Die gebotenen Modi sind zwar, mit Ausnahme des Trainingsmodus, nicht gerade revolutionär, bieten aber genügend Spaß für etliche Stunden.
Das außergewöhnlichste Feature von Moto GP ist aber der erwähnte Trainingsmodus. In diesem absolviert Ihr kleinere Übungsaufgaben, die Euch die Steuerung näher bringen und werdet, nachdem Ihr die Übung bestanden habt, mit verbesserten Fahreigenschaften belohnt. So habt Ihr anfangs einen eher unterdurchschnittlichen Fahrer, der sich aber im Laufe des Spiels zu einer echten Konkurrenz für Biaggi & Co. entwickeln kann.
Dank diesem Feature entwickelt Moto GP auch ein enormes Suchtpotential und lockt Euch immer wieder an den Fernseher, um Euch auf den 10 Kursen neu zu beweisen. Was allerdings eher negativ auffällt, ist die künstliche Intelligenz des restlichen Fahrerfeldes. Man sieht die Computerfahrer nur selten überraschende Aktionen ausführen und die Rennen bieten dadurch meist wenige Überraschungen.
Wer überraschende Aktionen sehen möchte, sollte ohnehin eher den Multiplayer-Modus nutzen. Moto GP macht zwar auch im Einzelspieler-Modus eine Menge Spaß, läuft aber erst im Multiplayer-Modus zu voller Stärke auf. Wo man sich in vielen anderen Rennspielen maximal zu viert um den Kurs jagt, bietet Moto GP die Möglichkeit mit bis zu 16 anderen Spielern ein Rennen zu absolvieren. Um die 16 Spieler-Option zu nutzen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr habt genügend Fernseher und Konsolen parat und schließt diese zusammen oder Ihr macht es Euch einfach und spielt mittels Xbox-Live mit bis zu 16 weiteren Rennspielfans.
Grafisch gehört Moto GP auch nach einem Jahr noch zu den ansehnlichsten Titeln auf der Xbox. Die Bodentexturen sind extrem hochauflösend und sehen schlicht atemberaubend aus. Die Motorräder und die Fahrer sind sehr polygonreich in Szene gesetzt worden und die Animationen sind butterweich. Die Piloten legen sich wunderbar in jede Kurve und reagieren sogar auf ihre Konkurrenz. So schauen sich die beteiligten Fahrer bei einem Überholmanöver an und zeigen sich auch gerne einmal den Vogel bei einem Unfall. Ein weiteres Highlight von Moto GP ist das sehr gut gelungene Wettersystem. Während eines Rennens kann es plötzlich Schütten wie aus Kübeln und dann innerhalb einiger Runden aber wieder abtrocknen. Das Ganze sieht nicht nur absolut fantastisch und realitätsgetreu aus, sondern fordert auch taktisches Vorgehen bei den Reifenwechseln. Das Beste ist aber, dass bei all der Grafikpracht die Spielgeschwindigkeit trotzdem sehr hoch ist. Durch einen Tunneleffekt wird diese bei hohen Fahrgeschwindigkeiten sogar noch forciert und man muss sich schon sehr konzentrieren um auf der Strecke zu bleiben. Wo viel Licht ist, da gibt es bekanntlich aber auch Schatten. Dieser ist im Falle von Moto GP die soundtechnische Untermalung. Die Motorengeräusche der PS-Monster klingen, speziell im hohen Drehzahlbereich, etwas dünn und auch die Musik wird man spätestens nach 5 Minuten deaktivieren. Einziges Trostpflaster ist hierbei die Tatsache, dass man eigene Musikstücke in das Spiel importieren kann.
Moto GP im Test.
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