Gesamtwertung84%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Vor allem, nachdem er seinen Wagen verzockt und es sich einige Zeit lang im Gefängnis gemütlich gemacht hat. Natürlich war das Rennen gegen die Nummer 15 der Black List getürkt, die Polizei machte sich einen Spaß daraus, den Helden einzulochen und der Wagen, sowie dessen Papiere sind weg. Was nun? Ein ehrliches Leben beginnen, mit der Schmach leben? Niemals! In Need for Speed: Most Wanted geht es um Rache, um Ehrgefühl und um demolierte FBI-Wagen. Die Nummer 15 der Black List ist nun übrigens die Nummer 1 und zwar mit dem wunderhübschen BMW, den der Held einst fuhr. Prompt klemmt man sich eines der lizenzierten Serienmodelle unter den Hintern, wobei anfangs zwischen Anfängermodellen, wie dem Golf GTI, gewählt werden darf, und macht sich einen Namen auf der Straße.
Das Ziel ist es, die Black List von hinten aufzurollen und der gefürchtetste und beste Fahrer der Stadt zu werden. Dabei läuft das Ganze immer gleich ab. Bevor man den jeweils nächsten Boss der Black List herausfordern darf, muss eine bestimmte Anzahl von Rennen gewonnen, eine bestimmte Anzahl von Meilensteinen erreicht und ein bestimmter Bekanntheitsgrad unter den Cops erlangt werden. Dabei kann man selbst zu den einzelnen Events fahren oder sich bequem per Klick hinteleportieren lassen.
Neben den bekannten Modi, etwa dem Rundkurs oder dem Drag-Race, besser bekannt als die Viertelmeile, sind auch neue Spielvarianten hinzugekommen. Diese sind das Mautstellenrennen, welches eine Art Time Trial darstellt und euch über die Highways der Stadt schickt, und die Radarfalle. Letztgenannter verlangt vom Spieler, schnellstmöglich durch Radarfallen zu rasen, um bei möglichst hoher Geschwindigkeit geblitzt zu werden. Die Ergebnisse der mitgenommenen Radarfallen werden dann addiert. Die höchste Punktzahl gepaart mit der schnellsten Zeit ergeben dann den ersten von vier Plätzen.
Doch auch wenn die Cops den Sichtkontakt verloren haben, heißt das nicht automatisch, dass man wieder frei ist. Vielmehr wird das Gebiet, in dem man zuletzt gesehen wurde, abgesperrt und durchsucht. Lediglich durch eines der zahlreichen Verstecke in der Stadt kann man letztlich entkommen. Dabei sollte man darauf achten, möglichst viel Schaden anzurichten, d.h. Polizeiwagen zu rammen und Sachschaden zu provozieren. Doch je weiter man geht und je dreister man wird, desto intelligenter und vor allem desto zahlreicher werden die Cops. Ein schnelles Auto ist also Pflicht. Und das natürlich nicht nur bei Verfolgungsjagden.
Mit einem Serienauto kommt man nicht weit. Wie schon die Vorgänger bietet auch NfS: Most Wanted umfangreiche Tuningmöglichkeiten, die von der Verschönerung des Äußeren bis zur Ausstattung des Gefährts mit Nitro reichen. Zwar sind nicht mehr so viele Teile aus- und einwechselbar wie bei NfS: Underground 2, dafür ist das Feature nun deutlich übersichtlicher. Große Fehler kann man beim Tuning also nicht mehr machen.
Ist der Lieblingswagen dann schön und stark genug, um mit den schweren Jungs auf der Straße mitzuhalten bzw. den Black List Fahrern die lange Nase zu zeigen und ist man selbst berühmt genug, kann man den jeweiligen Boss herausfordern. Gegen eben jenen fährt man dann zwei Rennen, deren Typ jeweils variiert. Das heißt, manchmal muss man Drag, manchmal aber auch Sprint fahren. Serviert man den Gegner ab, kann man zur Belohnung zwei von sechs Symbolen wählen, die jeweils eine Art Bonus enthalten. Dabei gibt es Leistungsverbesserungsfelder, die etwa ein spezielles leistungssteigerndes Bauteil für das Vehikel oder eine optische Verbesserung versprechen, und Fragezeichenfelder. Davon gibt es drei. Unter einem Feld verbergen sich die Wagenpapiere des abservierten Black List Fahrers. Unter den beiden anderen lächerliche Geldprämien oder Gimmicks, wie Du kommst kostenlos aus dem Gefängnis frei!.
So kämpft man sich bis ganz nach vorn und holt sich letztlich sein Vehikel wieder, welches man bereits zu Beginn besaß. Hätte der Protagonist nur die Klappe nicht zu weit aufgemacht!
Immerhin weiß man den BMW erst dann richtig zu schätzen. Der brüllt zwar wie ein Löwe, liegt aber angenehm auf der Straße, was man von so manch anderem Vehikel nicht unbedingt behaupten kann. Die Steuerung geht zwar locker von der Hand, aber selbst die einfachsten Wagen sollten nicht unnatürlich schlecht steuerbar sein.
Gerade zu Anfang machen Einsteigermodelle, wie der Eclipse, dem Spieler ziemlich zu schaffen, weil sie nur schwer zu kontrollieren sind. Der so genannte Speeder, der während einer kurzen Zeit das Geschehen in Zeitlupe zeigt, soll zwar helfen, dieses Problem in den Griff zu bekommen, aufgrund seiner Unausgereiftheit verschlimmert er selbiges aber nur. Und das man die Fahransicht nur im Menü und nicht auf der Strecke umstellen kann, ist ein Hohn!
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Need for Speed: Most Wanted im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Electronic Arts?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.