Gesamtwertung51%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegAusreichend |
BedienungUngenügend |
Der Sommer nähert sich dem Ende - doch nicht auf der Konsole, denn nach den Beach-Volleyball-Spielen der vergangenen Monate, bringt Wanadoo nun mit Pro Beach Soccer das Sommergefühl auf die Konsole zurück. Ausgestattet mit der offiziellen Lizenz des Beach Soccer Verbandes bietet das Spiel Originalnamen, die ohnehin niemand kennt. Denn mit Ausnahme von Eric Cantona und vielleicht noch Amarelle, dürften die meisten von Euch die anderen Namen noch nie gehört haben.
Pro Beach Soccer bietet die gewohnten Spielmodi. Das bedeutet Ihr könnt Euch in einem Freundschaftsspiel, einem Arcade-Modus, einem eigenen Turnier, einem Trainingsmodus und an der Pro Beach Tour erfreuen. Diese Modi können mit 32 verschiedenen Mannschaften angegangen werden. Von den filigranen Brasilianern bis zu dem Kollektiv der Süd-Koreaner ist dabei jede wichtige Nationalmannschaft vertreten. Schade allerdings, dass die Duelle über die Vorherrschaft am Strand nur in Marseille, Venice Beach, Rio de Janeiro und Bangkok ausgetragen werden können.
Was im Fußball stimmt, kann ja auch beim Beach Soccer nicht falsch sein. Und die Wahrheit sieht im Fall von Pro Beach Soccer leider nicht sehr gut aus. Die Steuerung als mäßig zu bezeichnen wäre noch glatt untertrieben. Auch wenn die gängigen Möglichkeiten wie Pass oder Schuss gegeben sind, lassen diese sich nur sehr ungenau umsetzen. Drückt ihr den Passknopf scheint es, als würde sich Euer Charakter sein Ziel nach dem Zufallsprinzip aussuchen. So kann der Pass mal bei Eurem Nebenmann, mal bei Eurer Sturmspitze landen. Wollt Ihr auf Nummer sicher gehen, müsst Ihr zuerst die Y-Taste drücken, um dann mit einem zweiten Knopfdruck eure Anspielstation gezielt auszuwählen.
Für ein schnelles Arcadespiel eindeutig zu viele Knöpfe. Nun gut, passen ist nicht, dann dribbelt man eben durch die gegnerischen Abwehrreihen. Es gibt zwar die Möglichkeit Tricks einzusetzen, aber diese Möglichkeit ist leider sehr theoretisch. So kann man mit der L-Taste Kabinettstückchen ausführen und versuchen die K.I. zu überlisten. Da den Spielern die Worte enge Ballführung allerdings fremd zu sein scheinen, ist der Ballverlust im wahrsten Sinne des Wortes bereits vorprogrammiert.
Neben der Steuerung sind die Entwickler auch mit der K.I. nicht klar gekommen. Diese hat selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad kein erkennbares Konzept. Im Angriff könnt Ihr sogar einfach stehen bleiben und werdet nicht attackiert. Ließe die Steuerung nun einen platzierten Schuss zu, wäre das Toreschießen noch einfacher, als es ohnehin schon ist.
Die Grafik ist definitiv noch eine Stärke von Pro Beach Soccer was allerdings nichts zu bedeuten hat. Die Strände und die dazugehörigen Tribünen sind alle schön in Szene gesetzt und wissen durchaus gefallen. Auch die Spieler sehen, sofern sie sich nicht bewegen, durchaus annehmbar aus. Setzen sie sich allerdings erstmal in Bewegung, fühlt man sich eher wie in einer Slapstick-Komödie, als in einem Sportspiel.
Die Animationen sind sehr abgehackt und die Übergänge zwischen den verschiedenen Animationsphasen sind sehr deutlich zu erkennen. Schade ist auch, dass das Spiel am Sand scheinbar spurlos vorüber geht. Zumindest Fußspuren im Sand hätten die Entwickler einbauen können.
Recht gut gelungen ist die Soundkulisse. Die Spieler geben sich untereinander Kommandos und die Kommentatoren fallen zumindest nicht negativ auf. Grund dafür dürfte aber wohl sein, dass man sie ohnehin nicht versteht, denn sie sprechen stets die Sprache des Landes in dem man sein Spiel austrägt. Das heißt in Marseille hört ihr französisch und in Bangkok thailändisch. Eine gute Idee der Entwickler, die dem Spiel wenigstens zu etwas Atmosphäre verhilft.
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