Gesamtwertung91%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Ihr seid Dingo Chavez, welcher in Tom Clancy´s Romanen meist nur eine Nebenrolle spielt, jetzt allerdings in Rainbow Six 3 seine Premiere als Leader hat. Mit einem vierköpfigen Team müsst ihr den Terror auf der Welt bekämpfen.
Ausgangssituation dafür ist ein Embargo, welches die USA in eine tiefe Ölkrise befördert. Daraufhin passieren überall auf der Welt mysteriöse Dinge: Geiselnahmen, Überfälle, Anschläge. Das alles scheint von einem unbekannten Wahnsinnigen auszugehen, der vorhat, den Tag des jüngsten Gerichts heraufzubeschwören. Ausgestattet mit den modernsten Waffen und Gerätschaften macht ihr euch auf den Weg, die insgesamt 14 umfangreichen Missionen des Spiels erfolgreich abzuschließen. Zwar ist eure Spezialeinheit für ihre Kompromisslosigkeit bekannt, doch werdet ihr ohne Teamarbeit und taktisches Vorgehen schnell den Tod finden.
Bevor ihr daher die Missionen angeh, welche euch durch die Schweiz bis zur Karibik führen, erwartet euch eine Art Anti-Terror-Einheit-Kurs als Trainingsmission, welche euch in die Handhabung der über 30 verschiedenen Waffen einführt und die Teamarbeit erklärt. Habt ihr diese Mission erfolgreich abgeschlossen, seid ihr bereit für die weiteren Aufgaben. In einer kurzen Missionsbesprechung werden euch die zu absolvierenden Aufgaben erklärt. Außerdem dürft ihr einen Blick auf eure drei Kameraden werfen, oder die Waffenausrüstung wechseln. Waffen könnt ihr immer nur insgesamt vier mit in euren Einsatz nehmen, wovon eine Primärwaffe ausgewählt wird, welche sehr durchschlagskräftig ist und zusätzlich noch eine Sekundärwaffe, die meist kleiner und als Ersatz gedacht ist. Trotzdem werdet ihr von dieser öfter Gebrauch machen müssen, da man während der Einsätze keinerlei neue Munition bekommt und man durch einen einfachen Waffenwechsel die Zeit des längeren Nachladens überbrücken kann, wenn man mitten im Gefecht steht. Die dritte und vierte Waffe sind meist unterschiedliche Granatentypen, welche in bestimmten Situationen eingesetzt werden sollten. Lauert hinter einer verschlossenen Tür beispielsweise ein Terrorist, welcher eine zu befreiende Geisel bewacht, wäre es unklug einfach drauf loszuschießen, da ansonsten die Geisel in Gefahr geraten könnte. Viel praktischer ist es hier, einfach schnell eine Blendgranate in den nächsten Raum zu werfen, welche zwar niemanden Schaden zufügt, aber trotzdem die Terroristen für einige Sekunden verwirrt. So kann man dann überlegt durch die Tür stoßen, die Kontrahenten erledigen und die Geisel schützen.
Solche taktischen Vorgehensweisen sind auch in anderen Situationen oft nützlich. Gibt es mehrere Eingänge zum folgenden Raum, kann man sein Team aufteilen und somit von zwei Seiten angreifen. So befiehlt man seinen Teammitgliedern in den Raum vorzustoßen, während man selbst kurz danach den Raum stürmt und die Terroristen überrumpelt.
Eigentlich spielt überlegtes und taktisches Vorgehen immer eine große Rolle. Ungeduldige Spieler, die schnell mal einen auf Rambo machen wollen, haben selbst auf dem leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade keine Chance. Selbst hier werden erfahrene Zocker noch einige Leben lassen. Frustmomente gibt es trotzdem nicht während der Mission-Einsätze kann man an beliebiger Stelle bis zu drei mal speichern.
Die eigenen drei Kameraden verhalten sich auch ohne eure Befehle äußerst intelligent. So schleichen sie meist geduckt hinter euch her und geben sofort Alarm, wenn sie einen Gegner sehen. Darauf suchen sie sofort geeignete Deckung und versuchen, den Feind zu eliminieren. Wenn ihr den Befehl gebt, dass das Team auf Position bleiben soll, suchen sich eure Kameraden auf Anhieb einen Platz mit geeigneter Deckung und Sicht. So lehnen sie an einer Mauer und schauen mit gezückter Waffe um die Ecke.
Aber nicht nur das eigene Team, auch die Terroristen haben von den Entwicklern eine kräftige Prise Intelligenz eingestreut bekommen. So gehen sie ebenfalls in Deckung und versuchen vorsichtig anzugreifen. Sehen sie in euch eine absolute Übermacht, flüchten sie und geben ihren Kameraden Alarm.
Macht das Interagieren mit den computergesteuerten Teammitgliedern schon gewaltig Spaß, setzt der Multiplayer-Modus noch einen drauf. Über System-Link und Xbox Live habt ihr fünf verschiedene Modi zur Auswahl. Neben den standardmäßigen Deathmatch- und Team-Deathmatch-Modi stellt sich vor allem der Kooperativ-Modus als echte Spaßbombe heraus. Hier kann man alle Einzelspielermissionen zusammen mit menschlichen Freunden bestreiten. Dabei macht es besonders Laune, sich mit seinen Kameraden über die beste Vorgehensweise zu beraten. Die passende Taktik kann in diesem Modus komplett umgesetzt werden.
Die Präsentation von Rainbow Six 3 ist durchweg erstklassig. Die Grafik ist atemberaubend detailliert und bietet immer wieder neue Überraschungen fürs Auge. Besonders auffällig ist die Detailliebe, wenn man an ekligen Spinnweben oder aufgehängten Handtüchern vorbeirennt und sich diese dann bewegen. Zwar ruckelt das Spiel geringfügig, wenn man weitläufiges Gelände betritt, doch ist dies einerseits recht selten und stört andererseits den Gesamteindruck keineswegs.
Auch soundtechnisch wird allerhand geboten. Von einem nervenaufreibenden Soundtrack untermalen, gibt sich das Team über Funk Befehle und Anweisungen. Realistisch sind aber vor allem die Waffengeräusche, die dem Spieler das Gefühl geben, wirklich mitten im Geschehen zu sein.
Noch mehr verwirklicht wird dieses Gefühl durch das Sprachbefehlssystem über das separat erhältliche Headset. Zwar kann man die Befehle nur auf englisch geben, doch funktioniert dies immerhin wunderbar. In der Anleitung gibt es eine Art Vokabelliste, wo sogar die einzelnen Lautschriften der Befehle stehen. Doch selbst ohne Einsatz eines Headsets geht die Steuerung nach einer kurzen Eingewöhnungsphase leicht von der Hand und jede Aktion ist in wenigen Schritten schnell ausführbar.
Auch Technikfreaks kommen nicht zu kurz. Grafisch kann der Titel absolut mit anderen Referenztiteln, wie beispielsweise Splinter Cell, mithalten und verspricht offenstehende Münder bei Spieler und Zuschauern. Die ausgezeichnete Spielbarkeit des Titels rundet den sehr guten Gesamteindruck ab. Rainbow Six 3 gehört einfach in jede Xbox-Spielesammlung.
Rainbow Six 3 im Test.
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