Gesamtwertung87%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Nachdem bereits der Vorgänger Rainbow Six 3 die Xbox-Jünger zu packenden On- und Offline-Gefechten verführen konnte, war ein Nachfolger nur eine Frage der Zeit. Diese ist jetzt abgelaufen und mit Black Arrow erscheint eine neue Instanz der erfolgreichen Rainbow Six - Serie. Zwar ist der neueste Titel eher ein Missionpack als ein neues Spiel, der hohe Standard der Reihe verspricht aber Einiges. Wir haben die schusssichere Weste angelegt und sind für euch ins Gefecht gezogen, um zu sehen wie sich Rainbow Six 3: Black Arrow so schlägt...
Erstmal durchladen!
Das Team Rainbow ist eine Spezialeinheit, die sich primär mit der Jagd nach Terroristen und verrückten Machthabern beschäftigt, aber auch gerufen wird, wenn Geiselnahmen brenzlig werden. Seinen Ursprung haben Geschichte und Charaktere wie so oft in einer Buchvorlage. Krimi-Autor Tom Clancy lieferte der neben der Rainbow Six Buchreihe auch die Vorlage für Filme wie Jagd auf roter Oktober oder Das Kartell ab. Darüber hinaus kennen Videospieler seinen Namen auch von Splinter Cell, für welches er die Story verfasste. Clancys Werken ist oft der überschwängliche amerikanische Patriotismus gemein, aber auch das Element der Helden-Glorifizierung ist zu finden.
Innerhalb des Rainbow Teams gelten Werte wie Loyalität, Opferbereitschaft und Hingabe für die Sache. So ist es wenig verwunderlich, dass ihr im Spiel nicht allein gegen die üblichen Terroristen antreten müsst, sondern euch drei treue Kameraden begleiten, die brav auf eure Einsatzbefehle hören, aber auch selbstständig agieren können. Gemeinsam werdet ihr an den verschiedenen Einsatzorten abgeliefert - wünschenswert ist es, wenn ihr auch gemeinsam und vollzählig wieder geborgen werden könnt.
Tote Geiseln oder Team-Mitglieder solltet ihr zu verhindern wissen. Black Arrow führt euch dieses mal nicht um den gesamten Erdball, die Handlung spielt sich vielmehr am schwarzen Meer und Südeuropa ab, wo Raketenwissenschaftler entführt werden und radioaktives Material in die falschen Hände zu gelangen droht. Erst im Verlauf des Spiels gelingt es eurem Informationsdienst nach und nach, die Zusammenhänge aufzudecken. Spätere Einsätze führen euch nach Italien, England und Griechenland.
Augen auf beim Waffenkauf!
Wer bereits den Vorgänger auf der XBox gespielt hat, der wird sich im Spiel sofort heimisch fühlen. Lediglich die Menüs wurden optisch ein wenig verändert, große Neuerungen gibt es spieltechnisch allerdings nicht zu vermelden. Nachdem ihr über euren bevorstehenden Einsatz informiert wurdet, geht es ins Gefecht. Black Arrow verlangt taktisches Vorgehen, da die Feinde listig agieren und versuchen euch in den Hinterhalt zu locken.
Auffällig ist hierbei, dass die Jungs sich anscheinend ordentlichst mit schwerer Bewaffnung eingedeckt haben. Allzu oft passiert es, dass ihr statt lediglich mit Kleinkaliber oder Maschinegewehr beschossen zu werden, Grananten oder Panzerfäusten ausweichen müsst. Hinter jeder Ecke kann also der Tod lauern, ungestüme Naturen kommen hier nicht weit. Glücklicherweise erlaubt das Spiel je nach Schwierigkeitsgrad bis zu drei Speicherstellen, die ihr frei wählen könnt.
Um euch zur Wehr zu setzen gibt es außerdem eine breite Palette an feinen Waffen. Je nach Einsatz solltet ihr eure Wahl treffen, die vorgeschlagene Waffe ist nicht immer am besten geeignet. Probiert lieber einmal alle Schießeisen durch, um einen Überblick über die Unterschiede zu bekommen. Neben eurer bevorzugten Primär- und Sekundärwaffe könnt ihr noch verschiedene Granaten wählen, die euch beim Stürmen gegnerverseuchter Bereiche zugute kommen.
Eine Gasmaske, die vor giftigen Dämpfen und Gasgranaten schützt, sollte ebenfalls in euer Gepäck wandern. So ausgerüstet könnt ihr also in den Kampf ziehen. Vergesst nicht möglichst viel Gebrauch von euren Kameraden zu machen, die für euch die Gegend auskundschaften können und dabei meist intelligent handeln. Dank eures Teams könnt ihr so Gegner auch von zwei Seiten in die Mangel nehmen. Grafisch hat sich nicht allzu viel getan, der hohe Standard des Vorgängers wird allerdings gehalten. Selbiges gilt für den Sound. Besitzer einer Dolby Digital Anlage können sich schon mal auf herumschwirrende Kugeln gefasst machen, die akustisch präzise sind, aber dennoch keine Einschusslöcher in der Tapete hinterlassen.
Rainbow Six 3: Black Arrow bietet mit den realistischsten und besten Sound auf der XBox und in Videospielen allgemein. Auf Musik wird zugunsten der spannenden Atmosphäre größtenteils verzichtet. Hinsichtlich der Steuerung kann man sich auch nicht beklagen, Euer Kommandant lässt sich präzise durch die Gassen lenken. Decken, Ducken, Schiessen, alles klappt auf Anhieb, denn das Button-Layout ist erprobt und sinnvoll.
Xbox Live Nutzer werden sich über die neuen Spielmodi wie Capture the Flag und neue Extras freuen. Ladet einfach eure Online-Kumpels zum Zocken ein, dank neuer XBL 3.0 Unterstützung könnt ihr jetzt Turniere veranstalten und koordinieren und euren eigenen Clan mitsamt Clanfarben ins Leben rufen. Zur besseren Absprache nehmt ihr natürlich euer Headset, welches auch im Offline-Spiel zur Verbesserung der Spielatmosphäre beiträgt.
Rainbow Six 3: Black Arrow im Test.
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