Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Nach dem ich das erste Mal in Gran Turismo 3 auf PlayStation 2 den Rally Modus spielte, war ich hin und weg und wünschte mir ein Gran Turismo Rally. Leider ist dies nicht in Planung, so dass wir weiterhin auf V-Rally 3 oder Colin McRae Rally warten mussten. Mit der Erscheinung der Microsoft Xbox hat das Entwicklerteam Dice, die exklusiv für Microsoft entwickeln, ein Game namens Ralli Sport Challenge veröffentlicht. Skeptisch wie ich bin, wollte ich den gezeigten Bildern nicht ganz trauen und ging demnach mit einer gewissen Akzeptanz an diesen Titel. Doch was mich dann erwartete, war erstaunlich...
Starte deine Karriere!
Ein echtes Schmankerl ist der Karrieremodus. Ihr startet im sogenannten Profi-Modus, indem euch nur wenige Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die Qualifikationen zu meistern, um so den großen Meisterschaftstitel zu erringen.
Dabei spielt der Gamer verschiedene Boliden frei, und der Fuhrpark wächst von Rennen zu Rennen an. Jede Veranstaltung besteht aus mehreren Strecken. Dabei gewinnt der Fahrer, der am Ende die meisten Punkte besitzt. Es ist demnach nicht unbedingt von Nöten, jedes Rennen zu gewinnen. Sehr innovativ sind auch die Extra-Punkte-Verteilungen. Sobald der Spieler einen Streckenrekord, eine ausgezeichnete Rundenzeit oder sein Fahrzeug nicht beschädigt, erhält er Punkte hinzu, die für den Meisterschaftssieg sehr hilfreich sein können.
Nach Beendigung einer Veranstaltung werden die Punkte zusammengerechnet und somit werden je nach Höhe der erreichten Points neue Veranstaltungs-Klassen frei. Insgesamt stehen dem Spieler vier einzelne Veranstaltungen zur Verfügung, die jeweils mehrere Strecken besitzen: Profi, Experte, Klassik und Unbegrenzt. Neben dem Karrierestart steht dem digitalen Rennfahrer unter euch noch das Einzelrennen und der Zeitfahr-Modus zur Auswahl. Richtig interessant und spannend ist der Multiplayer.
Erst bei einem Duell gegen euren Bruder, Freund oder vielleicht auch Vater zeigt sich der Klassenunterschied. Ebenfalls innovativ beweist sich die Ausscheid-Zeit, die der Spieler, der als Erster in den Multiplayer Modus wechselt, einstellen kann. Wenn diese Option aktiviert ist, scheidet jeder Fahrer, der sich mehr als 30 Sekunden hinter dem Führenden befindet, aus dem Rennen aus. Sehr aufregend und spaßig sind auch die vier verschiedenen Geländetypen, die jeweils ihre eigenen Gesetze schreiben. Einerseits gibt es den Rallye-Typ, der mit heißen Slums und Sandpassagen überzeugt. Dabei gilt es nicht, wie in der Formel 1 Kopf-an-Kopf sich zu etablieren, sondern die einzelnen Zeiten spielen die Musik. Ein echter Live-Kampf, bei dem mehrere Boliden auf der Rennstrecke sind, gibt es nicht. Die einzelnen Checkpoints zeigen dem Spieler, wie gut bzw. schlecht seine Zeit in diesem Sektor war.
Etwas spannender ist der Gelände-Rallye Typ. Hier geht es erstmals richtig hart auf hart zur Sache. So fahren immer drei verschiedene Teams direkt gegeneinander. Der Wagen, der als erstes die Ziellinie überquert ist der Sieger. Dabei sind kommende Auseinandersetzungen natürlich nicht zu vermeiden. Ein echtes Highlight sind die grafisch genialen Eis-Rennen. Dabei steht ihr in direkter Konkurrenz mit euren Gegnern und absolviert dabei mehrere Runden auf einer glatten, tückischen und eisigen Strecke. Wer nicht genau die Kurven vorhersieht ist dabei verloren und landet schneller in der Schneewehe, als einem lieb ist. Mein persönlicher Favorit ist die Bergfahrt, die das Quartett somit vollendet. Sie glänzt durch eine optische Brillanz und einem unheimlichen Schwierigkeitsgrad, bei dem man sich hie und da auch die Freude nehmen kann, da man die Strecke eventuell auch nach dem zehnten Mal nicht als Sieger verlässt. Natürlich hat uns alle die Grafik von Gran Turismo 3 begeistert. RalliSport Challenge ist jedoch kein bisschen schlechter und muss sich somit auch nicht hinter dem Sony-Highlight verstecken.
Die einzelnen Boliden wirken unheimlich detailliert und auch die Fahrer kann man erkennen. Das ganze Spiel wirkt einfach auch ein wenig weicher und flimmern, wie es bei GT3 noch der Fall ist, ist bei Microsoft´s RSC nicht mehr zu erkennen. Auch die Reifen und die dazugehörigen Felgen sind um einiges realer dargestellt, als bei Gran Turismo 3. Ein weiterer grafischer Pluspunkt ist die Elleganz im Bereich Umfeld und Backgroundgrafik. So wirken die Wälder, Eisstrecken, Sandpassagen oder auch Bergfahrten sehr realistisch und grafisch vermittelt es nochmals eine bedeutende Verbesserung im Verhältnis zu anderen Rennspielen. Am meisten begeistert mich das tolle Schadensmodell und die Möglichkeit, sämtliche, auf der Strecke befindlichen Gegenstände, wie Banden, Verkehrshüdchen oder auch Fässer umzufahren. Die künstliche Intelligenz wirkt zudem sehr ausgereift und somit wissen die CPU gesteuerten Gegner fast immer ein Mittel, dich hinter ihnen zu lassen. Technisch wirkt RSC somit nochmals ein bisschen besser als Gran Turismo 3, welches auf der PlayStation 2 Maßstäbe setzte!
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
RalliSport Challenge im Test.
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