Gesamtwertung83%/10 |
GrafikAusreichend SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Um für die geplante Invasion in England die erforderliche Lufthoheit zu gewinnen, begann am 13. August 1940 die 'Luftschlacht um England'. In unglaublichen Materialschlachten flog die deutsche Luftwaffe Angriff um Angriff gegen die zwar technisch überlegene, aber zumindest anfangs numerisch unterlegene Royal Air Force. In Secret Weapons over Normandy übernehmt ihr die Rolle des amerikanischen Piloten Chase und werdet in das britische Gegenstück zur deutschen Eliteeinheit Nemesis aufgenommen. Als Mitglied der Battlehawks sollt ihr einen wichtigen Anteil am Sieg der Alliierten leisten.
Herzstück von Secret Weapons over Normandy ist der Kampagnen-Modus. Hier seid ihr an einigen der wichtigsten Ereignisse des zweiten Weltkrieges unmittelbar beteiligt. Vor den jeweiligen Missionen habt ihr die Möglichkeit, die wichtigen Steuerungsbestandteile, die für den jeweiligen Missionserfolg ausschlaggebend sind, zu erlernen. Bevor ihr also Schiffe vor Nordafrika mit Torpedos versenkt, empfiehlt es sich dies zuvor zu üben, um nicht währendes Anfluges überlegen zu müssen, wie die Torpedos eingesetzt werden. Da der Spieler sein fliegerisches Handwerkszeug also vor dem Einsatz erlernt, ist der Schwierigkeitsgrad während des Kampfes dementsprechend fordernd.
Sämtliche Einsätze spielen sich sehr unterschiedlich und sind außerordentlich spannend gestaltet worden. In den meisten Missionen gibt es mehrere Primärziele, die erledigt werden müssen und zusätzlich einige Sekundärziele, deren Erfüllung nach dem Kampf mit Upgrades am Flugzeug belohnt werden. Euch erwarten klassische Dogfights, Bombardements, Angriffe auf Schiffe mit Torpedos und Missionen, in denen ihr die Bodenabwehrgeschütze übernehmt.
Während des Einsatzes werdet ihr von eurem Mentor Trevor ständig über den Erfolg des Einsatzes auf dem Laufenden gehalten und werdet über eventuelle Wendungen informiert.
Die spannende Story um den jungen amerikanischen Piloten Chase wird auf sehr spannende Weise vorangetrieben. In kurzen Videosequenzen, die den guten BBC-Dokumentationen kaum nachstehen, wird der historische Teil der Missionen vermittelt. Zusätzlich erledigen Chase detaillierte Tagebucheinträge das Missionsbriefing und informieren den Spieler sehr genau über die vielseitigen Einsätze. Man freut sich geradezu auf neue Videosequenzen und schaut sich diese auch gerne öfter an.Hat man gerade nicht genügend Zeit, sich der Kampagne zu widmen, gibt es auch die Möglichkeit, vorgefertigte Einsätze zu fliegen.
Das eigene Flugzeug und die Anzahl der Flügelmänner ausgewählt und schon kann es in die Lüfte gehen. Belohnt werden solche erfolgreich absolvierten Einsätze mit diversen Boni, wie beispielsweise geheimen Flugzeugen.
Auch an einen 2-Spieler-Modus wurde gedacht. In diesem können die Spieler entweder Dogfights gegeneinander austragen oder Missionen kooperativ lösen.
Simulationen von Larry Holland sind bekannt für Realismus mit dennoch leicht erlernbarer Steuerung. Dies trifft auf Secret Weapons over Normandy voll zu. Zugegebenermaßen hatten Hollands frühere Spiele einen um ein Vielfaches höheren Simulationsanteil, aber auch in seinem neuesten Titel wurde beispielsweise auf äußere Einflüsse wie dem Strömungsabriss Rücksicht genommen.
Ihr steuert die Flugzeuge mit dem linken Analogstick und beschleunigt oder drosselt mit dem rechten Analogstick. Der Rest des Spiels ist Geschicklichkeit im Anvisieren des Feindes und das Einsetzen der passenden Tricks im Luftkampf. Hört sich leicht an und dies ist es bei vielen Gegnern auch, denn die Dogfights sind erst wirklich fordernd, wenn gegen die deutsche Eliteeinheit Nemesis geflogen wird. Die normalen Gegner sind nicht mehr als Kanonenfutter und der Flugspaß kommt vor allem durch das Aufeinandertreffen mit Krieger, dem Anführer von Nemesis und erklärter Erzfeind von Chase, auf.
Der Spaß, den die sehr fordernden und abwechslungsreichen Luftkämpfe bieten, wird von wenigen Punkten getrübt. Dazu gehört leider die durchschnittliche Grafik. Außer den sehr detaillierten Flugzeugen, bei denen man die Ruder und das Fahrwerk sehr genau erkennen kann, fällt die Grafik kaum positiv auf.
Die Texturen sind sehr grob aufgelöst und die Landschaften haben außer vielen Bäumen wenig zu bieten. Lediglich das abwechslungsreiche Terrain, das von den Küsten Englands über Nordafrika, bis in schneebedeckte Regionen reicht, tröstet etwas über die triste Optik hinweg.
Im Gegensatz zu der Grafik kann der Sound absolut überzeugen. Besitzt man eine Dolby-Digital-Anlage, hat man den Eindruck, dass der Krieg im eigenen Wohnzimmer stattfindet. Sehr gut ist auch die Atmosphäre, die über die Zwischensequenzen vermittelt wird, denn die deutschen Sprecher sind allesamt sehr überzeugend.
Extrem beeindruckend ist aber vor allem die musikalische Untermalung. Der Soundtrack wurde großartig komponiert und reißt mit seiner Wucht mit. Zumindest phasenweise erinnert er an den großartigen Soundtrack von Der Soldat James Ryan.
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