Gesamtwertung92%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Der Titel des Jahres? Das absolute Must-Have? Der Xbox-Referenztitel? Egal wie wir es drehen, Ubi Soft hat mit Splinter Cell für Microsofts Xbox ein atemberaubendes Spiel auf den Markt gebracht. Noch nie war eine Darstellung der Figuren, der Naturelemente und Schatten besser. Schon die Preview-Version vor gut zwei Monaten konnte uns sehr überzeugen. Ob der Agentenhit Solid Snake aus Metal Gear Solid 2 (JG Award 92%) schlagen kann?
Der Spieler versetzt sich in den Ex-Navy Seal und ehemaligem CIA-Agenten Sam Fisher, der sich in die Dienste der National Security Agency (NSA) begibt, um dort in einer Einheit Aufträge zu erfüllen. Beachten muss Sam zusätzlich, dass er weder von dem US-Staat, noch von seiner NSA großartig unterstützt wird. Zu Beginn des Spiels muss der Spieler einen Tutorial durchmachen, der ihm alles Wichtige rund um die Steuerung zeigt. Wir finden dieses Training sehr empfehlenswert, da der Spieler grundlegende Aktionen kennen lernt. Zudem fallen gewisse Schwächen auf, die der Agent mit Training direkt ausgleichen kann. Während der Prüfung lernt der Spieler beispielweise den Wand-zu-Wand-Sprung oder anderweitige Spezialaktionen. Und schon jetzt geht der erste Punkt an Sam Fisher, denn kein Agent seiner Klasse hat mehr Bewegungsmöglichkeiten und Freiheiten, sie real anzuwenden.
Im Bereich der Kameraführung können sich Splinter Cell und Metal Gear Solid 2 die Hand reichen, denn beide Spiele haben klare Defizite. Zwar sind diese nicht sonderlich schlimm, um eine Bewertung deutlich zu verschlechtern, aber mit einberechnen müssen wir sie. So kommt es im Laufe des Spiels immer wieder zu dummen Situationen, in denen der Agent den Überblick verliert oder einfach nicht richtig erkennt, wo genau seine Gegner sind. Auch bei Kletteraktionen verliert man sehr oft die Weitsicht und so kann es schon einmal vorkommen, dass sich der Spieler in manchen Szenen in einen kleinen Frust hineinspielt.
Und genau in diesem Aspekt liegt nicht die Negativität, sondern das Hauptmerkmal in allen bekannten Serien von Tom Clancy. Der eigentliche Sinn an diesen Realitäts-Spionage-Spielen, die meiner Ansicht nach gar nicht mit einem genialen, aber sehr storygebundenen Metal Gear Solid vergleichbar sind, besteht darin, lautlos und ohne entdeckt zu werden, die einzelnen Missionen erfolgreich abschließen zu können. Videokameras wurden strenger und viel effektiver installiert, die Soldaten sind klüger geworden und vor allem ist die Realität der Hauptfaktor, der Splinter Cell zu einem unheimlich guten, aber schweren Spiel macht. Somit bewerten wir die Linearität nicht als negativ, denn innerhalb der Missionen hat Sam Fisher alle Freiheiten, die ein Agent im echten Leben auch hat. Es gibt nur eine Priorität: Erfülle dein Missionsziel!
Im Bereich Schusswaffen hätte man sich von Ubi Soft ein wenig mehr erwarten können. Zwar gibt es einige interessante Verteidigungsmöglichkeiten, aber das Zielen funktioniert ab und an mit deutlichen Verzögerungen. Gerade bei entscheidenden Situationen, in denen der erste Schuss sitzen muss, erzeugten die Entwickler schon manchen Frustanfall.
Grafisch sensationell umgesetzt wurde das Schauspiel mit Schatten und Licht. Jeder Raum, jedes außenliegende Gebiet trumpft mit dynamischen Lichtern und dunklen Bereichen auf. Durch diese Beweglichkeit der Lichter entsteht ein Schattenbild, das einen absoluten Maßstab setzt. Vor allem wird hierdurch der Realismus um einiges angehoben. Die gesamte Atmosphäre erhält einen ganz besonderen Nachgeschmack und somit ist Ubi Soft´s Splinter Cell grafisch eines der spektakulärsten Spiele auf dem Videospielemarkt.
Wo grafisch Splinter Cell wieder Boden gut macht, kann Metal Gear Solid 2 im soundtechnischen Bereich den Ubi Soft Titel überholen. Der Soundtrack von Sam Fisher´s Abenteuer kommt nicht nur ansatzweise an die geniale Komposition eines Metal Gear Solid 2 heran...
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