Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Maia, die Königin von Halassar
Die Story von Summoner: A Goddess Reborn folgt dem Schema klassischer Rollenspiele und versetzt euch in die Lage einer jungen Königin namens Maia, welche ihr Land vor dem drohenden Untergang bewahren muss. Allerdings wird der Spieler zu Beginn im Unklaren darüber gelassen, worum es bei der rettenden Reise von Maia genau geht, ein mysteriöses Intro und der Spielbeginn auf einem Piratenschiff werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Durch diesen langsamen Aufbau der Hintergrundgeschichte wird dem Spieler erst nach und nach das ganze Ausmaß der Story deutlich, welches durch über 30 verschiedene Landschaften und jeder Menge Side-Quests auch bei geübten Rollenspielern für reichlich Spielspass und eine gute Durchspielzeit von 25 bis 30 Stunden sorgen.
Beginnt Maia ihre beschwerliche Reise zur Rettung ihres Volkes noch alleine, trifft sie im weiteren Verlauf ihres Abenteuers auf jede Menge Weggefährten, welche Maia aus unterschiedlichen Anreizen heraus auf ihrem harten Weg für ein Stück begleiten möchten. So entsteht nach einer Weile eine Party von bis zu drei individuellen Charakteren, die den Gefahren mutig trotzen. Zwar ist Summoner: A Goddess Reborn komplett für Einzelspieler ausgelegt und Mehrspieleroptionen sind somit keine vorhanden, trotzdem kann man alle Mitglieder der Party durch ein geschickt ausgeklügeltes Charaktersystem steuern. Zwar stellt Maia den Hauptprotagonisten des Spiels dar, durch einen simplen Knopfdruck lässt sich allerdings auch die Kontrolle über ein Teammitglied erlangen. Befindet man sich in der Haut der Anführerin, kann man das Verhalten seiner Mitstreiter durch Kurzbefehle wie z.B. Warten, Angreifen oder Heilen zudem spielentscheidend beeinflussen.
Die in dem Verlauf der Geschichte auftretenden Charaktere besitzen durch ihre unterschiedlichen Rassen oder Berufe eine Vielzahl an diversen Fähigkeiten, so trifft man unter anderem auch auf die allseits bekannten Jäger, Diebe, Magier oder Kämpfer. Unsere Heldin Maia ist durch die Fähigkeit eines Beschwörers ausgezeichnet, was dem Spiel zudem zu seinem Namen verhilft. Als Summoner erlernt sie im Laufe des Spiels immer mehr Sprüche, mit denen sie monströse Gestalten zum Leben erwecken und diese für ihre eigenen Absichten missbrauchen kann. Dies sorgt nicht nur für etwas Abwechslung im ansonst leicht tristen Kampfgeschehen, sondern sorgt neben dem Zusammenspiel mit den Weggefährten auch zu einem leichten strategischen Touch, welches die Spielmechanik des Titels um eine weitere Facette bereichert.
Nach jedem erfolgreich bestrittenen Kampf erhält die Gruppe Erfahrungspunkte und in manchen Fällen nützliche Gegenstände oder Waffen, mit denen die einzelnen Mitglieder ausgerüstet werden können. Neben den vielen Ausrüstungsoptionen und Items sorgt auch das regelmäßige Aufleveln der Spielfiguren dafür, dass bereits nach kurzer Spielzeit richtiges Rollenspielfeeling aufkommt, was durch den hohen Actionanteil und den stetigen Ausbau der Geschichte allerdings nie Überhand nimmt und sowohl Freunde von Action-Adventures, als auch von massenmarktgängigen Rollenspielen zufrieden stellen dürfte.
Ähnliches gilt für den Sound von Summoner: A Goddess Reborn, welcher aus Gesamtsicht sicherlich zu gefallen weiß. Die Soundeffekte sind originell und in der Regel passend, und auch die verschiedenen Hintergrundmelodien tragen zur Atmosphäre des Spiels bei, auch wenn man hier vergeblich auf innovative oder gar revolutionäre Ideen wartet. Positiv ist die komplett deutsche Synchronisation, da man bei umfangreichen Rollenspielen nicht selten mit der englischen Originalversion vorlieb nehmen muss. Mangelhaft ist allerdings das Fehlen einer Dolby-Pro Logic II Unterstützung, was den Audioeindruck leider etwas schmälert.
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