The Thing
Dieser Tage wird ein Spiel mit dem Namen The Thing verkauft, der Name sollte dabei vielen Cineasten bekannt vorkommen. Denn vor gut zwanzig Jahren kam John Carpenter`s Kinofilm mit dem Namen Das Ding aus einer anderen Welt in die Kinos und sorgte für Angst- und Schweißausbrüche bei den Kinobesuchern. Nun zwanzig Jahre später wird die Geschichte des Kinofilms weitergesponnen, und zwar virtuell mit dem gleichnamigen PC-Spiel The Thing. Ob das Spiel auch für Angst- und Schweißausbrüche sorgt, könnt ihr im folgenden Justgamers The Thing Review selbst nachlesen, viel Spaß.
Licht aus!
Am Ende des Kinofilms rettete sich Kurt Russell samt Freund vor dem unheimlichen außerirdischen Wesen, das nur Das Ding genannt wurde. Dieser fremden Lebensform war es möglich den Menschen als Wirt zu benutzen. Die Folge war eine erhöhte Aggressivität des Menschen, die oftmals Angst und Schrecken bei seinen Mitmenschen verbreitete. Je länger Das Ding in dem Menschen verharrte, desto mehr wurde seine Handlungsweise absurd. Das dauerte so lange, bis schlussendlich nichts mehr menschliches an ihm schien und Das Ding aus ihm herausbrach und sich zu einer ekeligen Kreatur verwandelte. In dem Spiel macht sich nun ein Rettungsteam unter eurer Führung auf, um die mysteriösen Geschehnisse in der amerikanischen Forschungsstation zu untersuchen. Doch in der unheimlichen antarktischen Umgebung bemerkt ihr schnell, dass ihr nicht nur mit der Kälte sondern auch mit einem unheimlichen Wesen zu kämpfen habt. Nun seid ihr auf euch allein und euer Team gestellt, doch könnt ihr euren Teammitgliedern vertrauen? Oder schlummert Das Ding vielleicht auch schon in ihnen und zeigt bald sein wahres Ich, dass eines scheußlichen Monsters?
Waffen laden, es geht Los!
In Sachen Story mussten die Schöpfer des Spieles Computer Artworks nicht wirklich viel tun, trotzdem küssen ihnen die meisten Fans des Films alleine wohl schon deshalb die Füße, dass sie die Story des zwanzig Jahre alten Horror-Schockers fortsetzen. In der Tat spielt sich der Third Person Shooter auch durchweg gut an, und das vor allem aufgrund der wirklich unheimlichen Atmosphäre, die die leblos wirkende Forschungsstation verbreitet.
Doch nicht nur die Forschungsstation verbreitet Unbehagen, auch eure drei Begleiter (ein Mediziner, ein Techniker und ein Soldat) stellen sich schnell als unberechenbar heraus, denn ihr Benehmen wird in manchen Situationen zunehmend merkwürdiger. Misstrauen ist also angesagt. Doch eure Kollegen werden auch euch gegenüber misstrauisch, findet ihr z.B. ein üppiges Waffenarsenal und steckt auf egoistische Art und Weise alle Schießprügel selbst ein ohne ihnen etwas abzugeben, benimmt sich das Team euch gegenüber merklich kühler und meckert schon einmal bei einzelnen Anweisungen die ihr gebt.
Um solchen Autoritätsrütteleien vorzubeugen, solltet ihr deshalb öfters mal auf eure Teamkameraden achten, und auf deren Wünsche eingehen. Immerhin öffnen sie euch oft verschlossene Türen, heilen eure Wunden oder halten euch eine schiere Überzahl von Monstern vom Hals. Doch eure Teamkameraden können auch anders, mit einem panischen Geschrei kündigt sich oft grauenhaftes an, einer eurer Teamkollegen krümmt sich auf dem Boden und verwandelt sich in eine fiese, hässliche Kreatur, Das Ding schlummerte in ihm. Von nun an heißt es Feuer frei, bevor euch euer ehemalige Kollege noch in Stücke zerfetzt.
Rätselkost
The Thing ist extrem linear aufgebaut. Wer also erwartet, mal durchaus einen anderen Weg gehen zu dürfen oder gemütlich durch die Antarktis zu stapfen, irrt. Selbst die Areale, in denen ihr euch bewegt, sind meist von recht kleinem Umfang und erlauben es euch meist nur die dort ansässigen Gegner zu töten. Doch die Linearität stört kaum, denn Computer Antworks nutzt sie gekonnt, um die wirklich düstere Atmosphäre voranzutreiben. Dort ein Monster, das vor die Flinte springt und hier ein Teamkollege, der sich zufälligerweise in einem extrem kleinen Raum in ein Monster verwandelt - das sind alles gut inszenierte Schockeffekte. Rätsel gibt es in den 11 Levels kaum, meist sind es wenn nur welche vom Schlage Drücke den Schalter oder Finde diesen Schlüssel, nichts Spektakuläres.
In The Thing kommt es nämlich eher auf den Ballerfinger als auf Hirnschmalz an. Mit dem ordentlichen Wafferepertoire (u.a. Flammenwerfer, Shotgun, Maschinenpistole uva.) müsst ihr euch mehr als einmal einfach nur freischießen. In manchen Level kommt es vor, dass ihr fast 10 Minuten einfach nur ballern müsst, ohne euch wirklich von der Stelle bewegen zu müssen (außer die Lebensenergie wird knapp). Das macht zunächst noch Spaß, nervt aber schon nach wenigen Minuten.
Grafik Eher Hui als Pfui
Grafisch macht The Thing einen guten Eindruck. Zwar wirken manche Animationen wie die der Spielfigur oft etwas holprig und auch manche Innenräume könnten etwas detaillierter sein, trotzdem überwiegt das Positive. Das liegt vor allem an den wirklich hübschen Lichteffekten sowohl von Flammenwerfer als auch von der Lampe. Auch das Design der Monster ist durchweg gelungen, sie reichen von menschenähnlichen Kreaturen mit merkwürdigen Köpfen bis zu kleinen Facehuggers die denen aus den Alien Filmen und Half-Life ähneln. Vor allem aber die Außenareale überzeugen, verschneite einsame Forschungsgebäude, fernab flackernde Lichter und kleinere Höhlen in denen sich so manches Grauen enthüllt. Alles in allem hätte die Grafik mit noch detaillierteren Charakteren, besseren Animationen und etwas mehr Abwechslung durchaus besser abschneiden können.
Fazit
Mit The Thing erwartet uns für die Xbox fast die eins zu eins Konvertierung der PC Version. Grafisch und auch spielerisch können beide Versionen überzeugen. Jedoch fehlt dem Spiel das gewisse Etwas, dass The Thing zu etwas ganz besonderen macht. Negativ ist die Linearität, die auf Dauer dem Spieler Bauchschmerzen bereitet. Neben der Optik kann vor allem das in einem Team Spielen überzeugen. Wer auf Horror-Spiele abfährt, kann auf jeden Fall ein Probespiel im Einzelhandel wagen!
Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:
Hilfe?