Gesamtwertung70%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Die Sims sind wieder in der Stadt: Die Urbz lässt euch am prallen Nachtleben in unterschiedlichen Teilen einer Stadt teilhaben. Aber nur mit dem richtigen Styling, hippen Klamotten und einem guten Ruf kommt ihr an den Türstehern der angesagtesten Clubs vorbei und könnt wichtige soziale Kontakte knüpfen. Dabei begegnet ihr so bekannten Personen wie den Black Eyed Peas. Ob diese Partys soviel Spaß wie im richtigen Leben machen, erfahrt ihr in unserem Review...
Bevor ihr euch jedoch in das wilde Treiben stürzen könnt, müsst ihr ein Profil anlegen und euch einen Sim erstellen. Dabei könnt ihr Geschlecht, Figur, Haare und Klamotten sowie den Stadtbezirk bestimmen, in dem ihr anfangen wollt. Nach der Begrüßung vor eurem neuen Appartement in der 98sten Strasse durch will.i.am, dem Leadsänger der Black Eyed Peas, macht ihr euch von hier aus auf, um die Nachtwelt zu erobern. Jedes Gebiet wird dabei von einer anderen Gruppe von Sims bevölkert. Am Bahnhof hängen Punks und Gothiks herum, im Skater Park treffen sich lässige Hip Hopper, in BrilliValley bekommt ihr es mit der High Society zu tun und unter der Südbrücke finden sich ziemlich zwielichtige Gesellen. Insgesamt gibt es zwölf solcher Bezirke, die erst nach und nach freigeschaltet werden. Habt ihr dies erst mal erreicht, könnt ihr jederzeit mit der U-Bahn zwischen den Schauplätzen pendeln. Dabei fallen allerdings die sehr langen Ladezeiten unangenehm auf.
Es lohnt sich schon fast, bei einem Levelwechsel den Gameboy rauszukramen, um die Spielpause mit einer Runde Tetris zu überbrücken. Dafür wird aber auch immer gleich der ganze Bereich geladen, zwischendurch wird man also von Ladepausen verschont.Um nun in dem jeweiligen Bezirk vom Niemand zum gefeierten Star aufzusteigen, müsst ihr euch zunächst einmal passende Klamotten besorgen. Logisch, denn mit weiß geschminktem Gesicht, blutunterlaufenen Augen, einer zerschlissenen Lederkluft und pinken Haaren dürft ihr bei den oberen Zehntausend von BrilliValley nicht mal die Fußmatte benutzen, die Punks am Bahnhof aber werden euch für euren Style bejubeln. Da bekanntlich nichts im Leben umsonst ist, will erst mal das nötige Kleingeld verdient werden, bevor ihr euch das neue Outfit auch leisten könnt. Ein Job findet sich in jedem Stadtteil, mal arbeitet ihr als Model, mal als Barkeeper, ihr stellt Piercings her oder zähmt und verkauft Frettchen. Leider bestehen diese Aufgaben nur aus simpelsten Minispielchen, in denen ihr unter zunehmenden Zeitdruck lediglich die richtigen Tastenfolgen drücken müsst. Hier wurde eindeutig Potential verschenkt, denn auf Dauer langweilen die anspruchslosen Tippereien doch ziemlich, zumal es so faktisch keinen Unterschied macht, ob ihr Drinks mixt oder Feuerwerkskörper herstellt, das Prinzip ist immer das Selbe.
Habt ihr euch nun die richtigen Klamotten besorgt und schon ein paar Freunde gefunden und so euren Ruf verbessert, werdet ihr in den Club an der Ecke eingeladen. Nach einem prüfenden Blick winkt euch der Türsteher rein, dann ist Party angesagt: In jeder Szene-Bar trefft ihr zahlreiche Gesprächspartner und nehmt je nach Bezirk an einer Veranstaltung wie etwa Roboterkämpfen oder einer Showeinlage auf dem Laufsteg teil. Hier macht ihr auch Bekanntschaft mit Darius, der euch pro Stadtteil einen sogenannten Power-Sozi beibringt. Damit ist nicht etwa ein besonders aktives SPD-Mitglied gemeint, sondern eine wirkungsvolle Spezialattacke, mit der ihr Ganoven wie den Punker Gottfried McBein in die Flucht schlagen könnt. Übeltäter wie er sind echte Partypupser, sie rauben die Leute aus und verbreiten Angst und schlechte Laune. Verjagt ihr sie, ist euch der Dank der anderen sicher, außerdem wartet eine Belohnung auf euch, wenn ihr alle Bezirke 'befreit'.
Neben all diesen Tätigkeiten gilt es natürlich auch wieder, bestimmte Bedürfnisse eures Sims zu erfüllen. Wie schon in den Vorgängern müsst ihr regelmäßig auf die Toilette und unter die Dusche, außerdem hat euer Sim Hunger, wird müde und ist schnell gereizt, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll. Zum Glück finden sich in jedem Bezirk Klos der Marke UriNali, Waschbecken, Snackautomaten und Buffets und auch Videospielautomaten gegen die üble Laune. Übernachtet wird entweder im Club auf dem Sofa oder notfalls auf einer Parkbank. Leider hat es den Anschein, dass die Entwickler diese Notwendigkeiten nur deshalb eingebaut haben, weil es in den Vorgängern auch schon so war. Die Animationen auf der Toilette und am Arcadeautomaten sind ja schon sehr witzig, auf die Dauer nervt es aber gewaltig, wenn ihr alle paar Minuten aufs Klo rennen oder euch die Hände waschen müsst, obwohl ihr lieber etwas anderes machen würdet. Es kann also passieren, dass man irgendwo in der Ecke sitzt und liest, um den Wert für 'gute Laune' wieder aufzupäppeln, während man eigentlich dringend Geld für die Miete bräuchte, den Job aber wegen der derzeit schlechten Laune des Sims nicht annehmen kann. Der Spielfluss kommt dadurch merklich ins Stocken, und das Spieltempo ist ja ohnehin schon nicht gerade das höchste.
Leider ist die Steuerung oft etwas hakelig und teilweise unnötig umständlich. So wird die neueste SMS immer ganz unten in der Liste angezeigt, weshalb man stets durch alle alten SMS scrollen muss, um zur aktuellen zu kommen. Hat man im späteren Spielverlauf schon viele soziale Aktionen gesammelt, verirrt man sich auch gerne mal in den Menüs.
Bis ihr dann die nächste Aktion gefunden habt, hat sich euer Gesprächspartner schon Cola schlürfend in ein anderes Zimmer verkrümelt. Bei mehreren Gegenständen ist es außerdem meist eine Frage der Perspektive, ob der Cursor auch denjenigen aufleuchten lässt, den ihr wirklich benutzen wollt. Insgesamt ist die Steuerung aber ok, wer mit den anderen Sims-Teilen klar kam, der dürfte hier auch keine größeren Schwierigkeiten haben.
Richtig spaßig sind dann auch die Geräusche, welche die Urbz in ihrem Simlish von sich geben. Ob lustvolles Stöhnen bei den Elektroschocks eines Mentalmanipulators oder qualvolles Keuchen auf dem Klo, wenn mal wieder etwas quer sitzt, alles wurde mit viel Liebe zum Detail eingefangen und ist für den ein oder anderen Lacher gut. Was die Musik angeht, so gibt es von den Black Eyed Peas einiges auf die Ohren, denn eine stattliche Anzahl von Songs ihres erst im nächsten Jahr erscheinenden Albums Monkey Business wurden auf simlish abgemixt und dröhnen nun in den diversen Clubs und Bars. Ansonsten hat man aber auch bei der Musik darauf geachtet, sie der Umgebung anzupassen. So gibt es im Skater Park satte Beats zu hören, während man im Bahnhof bei den Punks eher auf Metal steht. Alles in allem sicher nicht umwerfend, aber ganz unterhaltsam.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
The Urbz - Sims in the City im Test.
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