Gesamtwertung92%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Nach zwei Ausflügen in den Untergrund ist der Birdman wieder aufgetaucht. In Tony Hawks American Wasteland verschlägt es einen Nobody vom Land nach Los Angeles, denn er will ein großer Skateboardstar werden. Nach der Ankunft wird er gleich rüde in der Großstadt empfangen und ist sich bewusst, dass die Uhren hier anders ticken als in seiner Heimat. Auf dem Weg zur Skaterlegende stehen nun unzählige Aufgaben und Wettbewerbe. Das Grundgerüst steht also für American Wasteland. Das Fest kann beginnen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Neversoft hat sich mit dem neuesten Spross der Serie selbst übertroffen. Im Storymodus erlebt man den Aufstieg des unbekannten Boarders, lernt viele Charaktere kennen, auf die man immer wieder im Laufe des Spieles trifft und sogar Beziehungen aufbaut. Der Spieler muss allen beweisen was er drauf hat, damit er unter den anderen Skatern akzeptiert wird. Der Schwierigkeitsgrad steigt langsam an. Zum Start wird man erst mal mit den wichtigsten Steuerungseigenschaften vertraut gemacht und lernt in kleinen Aufgaben die Basics der Sportart. Apropos Skaten... erinnert sich noch jemand an Matt Hoffmans BMX? Das weniger erfolgreiche Spiel erlebt eine kleine Reinkarnation in THAW, denn man kann erstmals auch mit den Bikes durch die Gegend fahren und waghalsige Stunts vollführen. Ein äußerst gelungenes Zusatzfeature.
Eine weitere Neuerung sind die täglich stattfindenden Sponsorenevents. Man fährt zu einem Skateshop und informiert sich über ausgehängte Flyer darüber, was heute ansteht. Da man mit nur wenig Kohle in der Tasche in der Stadt ankommt, muss man früher oder später an den Wettbewerben teilnehmen.
Wenn man sich frei bewegt, sollte man sich die Levels eh genau anschauen, um die besten Trickstellen für Kombos zu finden, denn eure Fähigkeiten steigen je nachdem was ihr macht. Das Prinzip erinnert an gängige Rollenspiele und funktioniert gut.
Der Spielumfang dieser Spielvariante kann dem tollen Storymodus zwar nicht das Wasser reichen, aber aufgrund der neuen Möglichkeit, das ganze Spiel zu zweit im CoOp-Klassik durchzuspielen, eröffnen sich ganz neue Aussichten. Neben dem Storymodus stehen natürlich Skate for Fun sowie die normalen zwei-Spieler-Modi (Trick-Turnier, Graffiti, etc.) auf dem Programm. Hat man gerade keinen Mitspieler zur Hand, kann man Online Capture the Flag, Trick-Turniere oder das neue Spiel Elimiskate (KO-System-Turnier) zocken. Man bekommt für sein Geld also einiges geboten und ist lange Zeit beschäftigt. Ganz fleißige Zeitgenossen können sich eigene Skater erstellen, Grafiken kreieren, oder bei der PS2-Fassung das eigene Gesicht per Eye-Toy importieren und natürlich wie immer fette Parks erschaffen.
Tony Hawk's American Wasteland (8 Bilder)
Dank des anfangs erwähnten Ingame-Tutorials kommen auch Anfänger schnell mit der Steuerung zu recht. Schon nach kurzer Zeit kann man grandiose Tricks über die Pipes machen oder minutenlange Monstergrinds ausführen. In Sachen Soundtrack geht der Titel in Richtung Punk-Rock und Alternative. Es sind unter anderem mit von der Partie My Chemical Romance und Green Day sowie viele bekannte Punk-Klassiker. Wer jetzt aus dem MTV-HipHop-Milieu stammt, wird den Titel in die Hölle wünschen, doch wie sagen die Ärzte so schön:
Dann hast Du auch bald kapiert,
Dass der Rock die Welt regiert.
Besitzer der Xbox-Fassung freuen sich außerdem über die Möglichkeit, auf der Xbox gespeicherte Musik als Soundtrack benutzen zu können.
Für mich ist THAW einfach das beste Tony Hawk aller Zeiten!