Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Die Geschichte von Voodoo Vince spielt in einer Gegend, welche stark an die Südstaatenmetropole New Orleans angelehnt ist. Eines Tages wird Madame Charmaine von Handlangern des bösen Kosmo entführt, um ihr das Geheimnis des Zombiestaubs zu entreißen. Leider stellen sich die trotteligen Gauner bei der Entführung etwas ungeschickt an und verschütten einen Teil des Pulvers in der Gegend. Dadurch wird die Realität verzerrt und allerlei böse Monster tauchen in der Stadt auf. Als weiterer Nebeneffekt wird der Voodoopuppe Vince Leben eingehaucht und dieser kann sich ab sofort bewegen und sprechen. Per Gedankenübertragung kommuniziert Madame Charmaine mit ihrem einzigen Helfer und bittet Vince darum, sie zu retten und Kosmos böse Machenschaften aufzuhalten
Im Kern stellt Voodoo Vince ein lupenreines Jump&Run dar, welches sich durch einige zusätzliche spielerische Facetten vom Genre-Einheitsbrei abhebt. Im Laufe des Spiels kämpft sich Vince durch eine Vielzahl an kleineren Levels, in denen er auf reichlich fiese Anhänger von Kosmo trifft. Diese bekämpft er mit Standardangriffen wie einem Drehwirbel, einem Faustschlag oder einer Kopfnussattacke. Interessant und spielerisch wertvoll sind die Superkräfte, welche Vince durch das Einsammeln von Voodoosymbolen im Spiel erhält. Da Vince das Wesen einer Voodoopuppe hat, kann er deren Eigenschaften auch gegen seine Gegner einsetzen. Dies tut er, indem er sich am besten selbst Schmerzen zufügt, welche sich dann anschließend auf nahende Bösewichte übertragen. Die Möglichkeiten sind zahlreich, so kann sich Vince unter anderem mit einer Motorsäge zweiteilen, von einem Truck überrollen oder von einem tonnenschweren Geldschrank plätten lassen. Solche Angriffe sind überaus effektiv, können jedoch nur mit genügend Mojo ausgeführt werden, welches man in den Levels an jeder Ecke einsammeln kann.
Die Jump&Run Abschnitte sind hingegen nicht sonderlich abwechslungsreich und stellen größtenteils unspektakuläre Durchschnittskost dar. Für etwas mehr Abwechslung sorgen da schon eher die in jedem Abschnitt verteilten Puzzles und Rätsel, die man zum Weiterkommen erfolgreich absolvieren muss. Diese sind zwar nicht sehr schwer, jedoch oftmals ineinander verschachtelt und nicht selten amüsant und innovativ. So müssen bestimmte Objekte gefunden oder mit anderen seltsamen Gestalten Gespräche geführt werden, welche Vince durch seine sarkastische und sehr humorvolle Art immer dominiert und den Spieler zum Schmunzeln bringt. Ähnliches gilt auch für die Bosskämpfe, denn auch in diesen ist innovatives Denken gefragt. So gilt es in der Regel nicht, den Obermotz direkt zu bekämpfen, sondern eher eine Möglichkeit zu finden, wie sich Vince selbst möglichst großen Schaden zufügen kann. Solche innovative und zudem lustige Möglichkeiten halten den Spieler am Ball und sorgen dafür, dass nicht so schnell Langeweile aufkommt - dem unspektakulären Leveldesign zum Trotz. Komplettiert wird der Spielablauf durch diverse Minispiele, in denen Vince mittels verschiedener Gefährten wie einem Wäschekorb oder einem Propellerboot in den modrigen Sümpfen ein Rennen oder ähnliche Aufgaben absolvieren muss.
Technisch braucht sich Voodoo Vince vor Konkurrenzprodukten nicht zu verstecken einer guten Optik und überzeugendem Sound sei Dank. Vince ist sehr liebevoll animiert und wird die meisten Spieler durch sein skurriles Aussehen und seine humorvoll-bissige Art ins Herz schließen. Die einzelnen Levels sind grafisch abwechslungsreich und haben keine nennenswerten Schwächen. Einziger Negativpunkt sind die Gegner, welche zwar ordentlich animiert sind, aber etwas mehr Abwechslung hätten vertragen können und zudem nicht gerade mit einer bemerkenswerten Intelligenz ausgestattet sind. Amüsant sind vor allem die Spezialangriffe von Vince, in denen er seine masochistische Ader so richtig ausleben kann. Die Ingame-Zwischensequenzen sind meistens kurzweilig und durch die ironischen Bemerkungen von Vince immer für einen kleinen Lacher gut.
Die Sprachausgabe ist leider nur in Englisch gehalten, dafür in zufrieden stellender Qualität. Eine deutschsprachige Untertitelung ist vorhanden und klärt über die inhaltlichen Abläufe auf, auch wenn diese keine großen Ausmaße annehmen und nur zur Ausschmückung dienen. Die Soundeffekte im Spiel sind stets passend und sorgen zusammen mit dem jazzigen Soundtrack für eine Atmosphäre, die gut zum mysteriösen Setting von New Orleans und der Umgebung passt.
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